Syrien: Winterhilfe für Flüchtlinge

  • Die tiefen Temperaturen treffen alte und kranke Menschen sowie Kinder besonders hart. Foto: Thomas Lohnes/DKH
  • Viele Vertriebene kommen in Zeltlagern oder leerstehende Bauruinen unter. Foto: Thomas Lohnes/DKH
  • Diese haben häufig keine Türen und Fenster und sind zu Sammelunterkünften umfunktioniert. Foto: DKH
  • Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt 650 Familien mit Winterhilfe-Paketen. Foto: Paul Jeffrey/DKH
Die humanitäre Notlage hat sich in vielen Gebieten Syriens nicht verbessert. 13,5 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter etwa sechs Millionen Kinder. Mit Beginn des Winters spitzt sich die Situation jedoch alljährlich besonders zu.

Die Menschen in Syrien haben oft keine Mittel, um ihre durch den Krieg beschädigten Häuser und Wohnungen instand zu setzen. Die Unterkünfte sind schlecht isoliert und nur schwer beheizbar.  Viele Vertriebene kommen in Zeltlagern oder leerstehende Bauruinen unter, die häufig keine Türen und Fenster haben und zu Sammelunterkünften umfunktioniert werden. Die Temperaturen schwanken in Syrien im Winter jedoch um den Gefrierpunkt, so dass die Menschen ohne Heizung bitterlich frieren. Besonders hart trifft dies die ohnehin Schwachen: Alte und kranke Menschen sowie kleine Kinder haben dem Winter wenig entgegen zu setzen.

Winterhilfe-Paket für syrische Familien

Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt 650 Familien mit jeweils einem Winterhilfe-Paket. Darin enthalten sind vier Schlafmatten, vier Fleece-Decken, ein Heizofen, ein Teppich, eine Bodenmatte, sowie zwei Abdeckplanen. Die Planen dienen der Abdichtung von kaputten Fenstern oder Rissen in Wänden und Decken.  Um kochen zu können erhält jede Familie außerdem einen kleinen Gaskocher, einen Wasserkocher sowie einen 20 Liter-Kanister für Brennstoff. Auch eine LED-Solarleuchte gehört zur Ausstattung – damit die Menschen nicht im Dunkeln sitzen müssen.

Kleidung für Kinder & Einkommen für Frauen

Viele Haushalte in Syrien werden von Frauen geführt. Oftmals sind sie die Alleinernährerinnen der Familien, da die Männer im Krieg gefallen sind. Doch der Zugang zu Einkommensmöglichkeiten ist sehr eingeschränkt. Daher unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe besonders bedürftige Mütter durch ein Cash for Work-Projekt. 100 Frauen, die zuvor an Strickkursen teilgenommen haben, stricken Winterkleidung für Kinder und verbessern damit ihr Einkommen. Anschließend wird die warme Wollkleidung an 500 bedürftige Kinder verteilt. So profitieren Alleinerzieherinnen und ihre Kinder, aber auch viele andere Familien in Not.

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