Syrien: Nothilfe für vertriebene Familien

  • Tiefe Temperaturen treffen alte und kranke Menschen sowie Kinder besonders hart. Foto: Thomas Lohnes/DKH
  • Viele Vertriebene kommen in Zeltlagern oder leerstehende Bauruinen unter. Foto: Thomas Lohnes/DKH
  • Diese haben häufig keine Türen und Fenster und sind zu Sammelunterkünften umfunktioniert. Foto: DKH
  • Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt durch Wohnraumsanierung, Winterkleidung, Cash for Work Programme und Bargeldhilfen. Foto: Paul Jeffrey/DKH
Die humanitäre Notlage hat sich in vielen Gebieten Syriens nicht verbessert. Mehr als 11 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Mit Beginn des Winters spitzt sich die Situation jedoch alljährlich besonders zu.

Die Menschen in Syrien haben oft keine Mittel, um ihre durch den Krieg beschädigten Häuser und Wohnungen instand zu setzen. Die Unterkünfte sind schlecht isoliert und nur schwer beheizbar.  Viele Vertriebene kommen in Zeltlagern oder leerstehende Bauruinen unter, die häufig keine Türen und Fenster haben und zu Sammelunterkünften umfunktioniert werden. Die Temperaturen schwanken im Winter jedoch um den Gefrierpunkt.

Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt vertriebene Familien aktuell dabei, besser durch den Winter zu kommen - durch die Herstellung von Winterkleidung in Cash for Work Programmen, durch die Rehabilitation von Gebäuden und durch Bargeldhilfen. Auch Covid-19 Präventionsmaßnahmen sind fixer Bestandteil aller Projektaktivitäten.

Kleidung für den Winter & Einkommen für Frauen

Viele Haushalte in Syrien werden von Frauen geführt. Oftmals sind sie die Alleinernährerinnen der Familien, da die Männer im Krieg gefallen oder verwundet worden sind. Doch der Zugang zu Einkommensmöglichkeiten ist sehr eingeschränkt. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt 500 Frauen aus notleidenden Familien in einem Cash for Work-Projekt: Die Frauen stricken Winterkleidung (Hauben, Schals, Handschuhe) - so können 2.000 Schulkinder im kommenden Winter mit warmer Kleidung versorgt werden. Auch werden - von in Nähkursen geschulten und ausgebildeten Näherinnen - warme Hosen, Röcke und Jacken genäht. 3.500 Sets Erwachsenenkleidung und 10.000 Sets Kinderkleidung werden so hergestellt und dann verteilt.

Rehabilitation von Gebäuden

Wohnungen werden instandgesetzt, damit Menschen den provisorischen und ausgesetzten Wohnbedingungen entkommen. Bei Sanierungen werden Wände, Türen und Fenster eingesetzt, Wassertanks montiert, Wasserleitungen und Sanitäranlagen installiert oder Elektrizität angeschlossen.

200 neuvertriebene Familien werden zudem mit Bargeldhilfen unterstützt, damit sie ihre grundlegenden, lebensnotwendigen Bedarfe decken können.

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