Libanon: Mutter-Kind-Gesundheit

Seit Beginn des Syrienkonfliktes sind rund 1,5 Millionen Menschen aus Syrien in den Libanon geflohen. Somit ist Libanon das Land mit dem höchsten Anteil an Flüchtlingen weltweit. Rund 75% der syrischen Flüchtlinge sind Frauen und Kinder.
  • Workshop zu Mutter Kind Gesundheit
    Workshops zum Thema Mutter-Kind-Gesundheit unter Einhaltung der Covid-19 Präventionsmaßnahmen. ©IOCC
  • Im Libanon sind 70% der Flüchtlinge Mütter und Kinder. Durch das Mutter-Kind-Gesundheitsprojekt erhalten sie Unterstützung.
    Im Libanon sind 75% der Flüchtlinge Mütter und Kinder. Im Mutter-Kind-Gesundheitsprojekt erhalten sie Unterstützung. ©IOCC
  • Gesundheitsexpertinnen beraten zu Ernährung von Babys und Kleinkindern.
    Gesundheitsexpertinnen beraten zu Ernährung von Babys und Kleinkindern. ©DKH/Paul Jeffrey
Für geflüchtete Frauen ist die Situation im Libanon ungleich schwieriger – sie haben weniger Möglichkeiten Einkommen zu erlangen, leben öfter in unsicheren Wohnverhältnissen und sind häufiger von Gewalt betroffen. Die lokalen Gesundheitssysteme sind mit der andauernden Krise überlastet, was besonders Frauen in der Schwangerschaft negativ betrifft.

Unterstützung durch Mutter-Kind-Gruppen

Die Diakonie Katastrophenhilfe setzt gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation IOCC (International Orthodox Christian Charities) bei diesen Problemen an: In lokalen Gesundheitszentren in Tripoli werden Hebammen angestellt. Sie beraten Schwangere und junge Mütter, damit sie und ihre Kinder gesund durch die Schwangerschaft und ersten Lebensjahre kommen. Dabei geht es um Gesundheit in der Schwangerschaft, Geburt, Stillen und Ernährung von Kleinkindern. Freiwillige organisieren außerdem Mutter-Kind-Gruppen, in denen Frauen zu diesen Themen sensibilisiert werden. Durch die persönlichen Kontakte in der Gruppe fallen Barrieren und es wird wahrscheinlicher, dass die Frauen auch die lokalen Gesundheitszentren besuchen. Selbstbestimmung der Frauen in Bezug auf Entscheidungen, die ihren Körper und ihre Gesundheit betreffen, ist bei diesen Gruppentreffen ebenso ein wichtiges Thema. Um dies zu erreichen, werden auch Männer in die Sensibilisierung mit einbezogen.

Projektpartner: International Orthodox Christian Charities (IOCC)

Finanziert durch: Österreichische Entwicklungszusammenarbeit, Spenden