Jordanien: Gesundheitszentrum für Flüchtlinge mit Behinderungen

  • 50 Kilometer von der syrischen Grenze entfernt liegt das Flüchtlingscamp Azraq. ©Teresa Mayr/Diakonie Katastrophenhilfe Österreich
  • Die Containerstadt beheimatet über 40.000 syrische Flüchtlinge. ©Teresa Mayr/Diakonie Katastrophenhilfe Österreich
  • Inmitten des Camps befindet sich das Gesundheitszentrum von IOCC, der lokalen Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe in Jordanien. ©Teresa Mayr/Diakonie Katastrophenhilfe Österreich
  • Dort werden u.a. Hör- und Sehdiagnosen für Menschen mit Behinderungen durchgeführt. ©Teresa Mayr/Diakonie Katastrophenhilfe Österreich
    Dort werden u.a. Hör- und Sehdiagnosen für Menschen mit Behinderungen durchgeführt. ©Teresa Mayr/Diakonie Katastrophenhilfe Österreich
  • Lokale OptikerInnen und AudiologInnen untersuchen die PatientInnen. ©Teresa Mayr/Diakonie Katastrophenhilfe Österreich
  • Die passenden Brillen ermöglichen den Menschen wieder Teilhabe am Alltag. ©Teresa Mayr/Diakonie Katastrophenhilfe Österreich
Mehr als 670.000 syrische Flüchtlinge leben in Jordanien. Viele von ihnen warten schon seit sechs oder sieben Jahren auf ein Ende des Krieges in ihrer Heimat. 50 Kilometer südlich der syrischen Grenze liegt das Flüchtlingscamp Azraq. Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation IOCC hat die Diakonie Katastrophenhilfe dort ein Gesundheitszentrum für Menschen mit Behinderungen errichtet.

Das Flüchtlingscamp Azraq liegt inmitten der jordanischen Wüste, rund 1,5 Autostunden von der Hauptstadt Amman entfernt. Mehr als 40.000 Menschen leben in diesem Camp, 60% davon sind Kinder.  Alle BewohnerInnen leben in Containern, sogenannten „Karavans“. Etwa fünf Personen leben gemeinsam in einem  40 m² großen Karavan. 10 Familien teilen sich je zwei Toiletten und zwei Duschen. Die Karavans verfügen über kein fließendes Wasser - das muss regelmäßig aus Wassersammelstellen geholt werden.

Das Camp ist in vier „Dörfer“ unterteilt. In einem davon steht der Karavan von IOCC, (International Orthodox Christian Charities), der lokalen Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe in Jordanien. Dort betreibt IOCC ein Gesundheitszentrum für Menschen mit Behinderungen.

Mit lokalen OptikerInnen und AudiologInnen werden Hör- und Sehdiagnosen durchgeführt. Je nach Ergebnis erhalten die PatientInnen dann passende Hörgeräte oder Brillen. 60% der Menschen im Camp sind Kinder, viele von ihnen sind auf der Flucht geboren. Sie machen auch einen großen Anteil der Begünstigten aus. Die Brillen und Hörapparate ermöglichen den Menschen am alltäglichen Leben teilzuhaben. Mit einer neuen Brille können wieder Nachrichten und Fotos auf dem Handy gelesen werden und so der Kontakt zur Familie, die vielleicht noch in Syrien lebt, gehalten werden.

Zusätzlich arbeitet IOCC auch in der Bewusstseinsbildung rund um das Thema Menschen mit Behinderungen, ein stark tabuisiertes Thema in Jordanien. Familienmitglieder mit Behinderungen werden manchmal vor der Öffentlichkeit versteckt. Ein großer Teil der Arbeit besteht daher aus Aufklärung.

Da es im Camp an Beschäftigungsmöglichkeiten fehlt bietet IOCC seit kurzem auch Freizeitaktivitäten an, an denen Menschen mit und ohne Behinderungen teilnehmen können. 

Projektpartner: International Orthodox Churches Chartities (IOCC)

Finanziert durch: Spenden