Syrien

Christian

Hilfe für Menschen auf der Flucht

  • Ein syrisches Flüchtlingskind schaut in den Innhof eines verfallenen Gebäudes in Amman, Jordanien.
    Familien sind den neu aufgeflammten Gefechten der letzten Wochen schutzlos ausgeliefert. ©Christoph Püschner/DKH
  • Ein Vater mit seinem Sohn in
    In den bevorstehenden Wintermonaten erwarten Flüchtlingsfamilien erneut kältere Temperaturen. ©Thomas Lohnes/DKH
  • Mangelernährung bei Kindern ist ein allgegenwärtiges Thema. Im Libanon unterstützt die Diakonie ein Vorsorgeprojekt für werdende und stillende Mütter. ©Paul Jeffrey/ACT
    Mangelernährung bei Kindern ist ein allgegenwärtiges Thema. Im Libanon unterstützt die Diakonie ein Vorsorgeprojekt für werdende und stillende Mütter. ©Paul Jeffrey/ACT
  • Ausgebildete Physiotherapeuten der Partnerorganisation HLID, helfen den Kindern ihre Mobilität zu verbessern. ©Isabelle Uhr/DKH
    In Jordanien erhalten Menschen mit Behinderung fachgerechte Begleitung Zugang zu Bildungsmaßnahmen. ©Isabelle Uhe/DKH
Der Krieg in Syrien und die gewaltsamen Auseinandersetzungen haben seit 2011 unvorstellbares Leid ausgelöst. Es ist eine der größten Flüchtlingskatastrophen unserer Zeit.

AKTUELLE ZAHLEN (laut UNOCHA)

  • rund 11,7 Millionen Menschen in Syrien sind auf humanitäre Hilfe angewiesen, davon 5 Millionen Kinder
  • 83% leben in Syrien unter der Armutsgrenze
  • 6,2 Millionen sind im eigenen Land auf der Flucht
  • 5,4 Millionen syrische Flüchtlinge sind in den Nachbarländern registriert

Auch im neunten Jahr des Krieges ist die humanitäre Situation verheerend. Nach wie vor ist die Zivilbevölkerung den militärischen Auseinandersetzungen ausgeliefert und auf Humanitäre Hilfe angewiesen. Millionen Menschen wurden vertrieben und sind in angrenzende Länder geflohen. Sie suchen in den Nachbarstaaten wie Jordanien und dem Libanon Schutz. Wir sind seit Jahren in den Ländern aktiv und leisten mit unseren Partnerorganisationen Hilfe.

+++ AKTUELLE ENTWICKLUNG ++

Nach neuen Militäroperationen warnen 15 Hilfsorganisationen, darunter auch die Diakonie Katastrophenhilfe, vor einer zunehmenden Gefahr für die Zivilbevölkerung. Gleichzeitig droht aufgrund der unsicheren Lage die Schließung der Hilfsprogramme.
 

» Zum Statement

Nothilfe für zurückgekehrte Familien

Die Jahre der Vertreibung und immer neue Konfliktherde haben der Widerstandskraft der Bevölkerung schwer zugesetzt. Die Lebensumstände sind weiterhin katastrophal, ganze Stadtteile und Landstriche liegen in Trümmern. Tausende Familien leben unter miserablen hygienischen Bedingungen in unsicheren, zerstörten Unterkünften. Von den Familien, die in den letzten Jahren ihr Zuhause verlassen mussten, weil ihre Kleinstädte im Kampf zwischen Rebellen und Regierung attackiert wurden, kehren viele dennoch zurück, sobald die Kampfhandlungen dort aussetzen. Doch die Häuser der Menschen sind schwer beschädigt oder zerstört. Sie bieten ihnen jetzt weder Schutz noch Obdach. Die notwendigen Rohstoffe können viele Familien noch nicht finanzieren.

Ein Projekt der Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt Familien in den Regionen Ost-Ghouta, Homs und Deir-Ez-Zor dabei, ihre Häuser notdürftig bewohnbar zu machen. Sie erhalten eine Basis, um sich ihr Leben neu aufzubauen. Die Partnerorganisation GOPA setzt die Reparaturen zusammen mit einer Baufirma um. Besonders begünstig werden bedürftige Familien mit Kindern, geringem Einkommen oder alte Menschen, die bisher keine Unterstützung bekommen haben.

Hilfe in den Camps und Gastgemeinden

Die Hilfsbereitschaft und -möglichkeiten der Bevölkerung in den aufnehmenden Gemeinden stoßen längst an ihre Grenzen und der Bedarf an humanitärer Hilfe ist noch immer ansteigend. Schwerpunkt der Diakonie Katastrophenhilfe in den Nachbarländern Syriens ist die Versorgung der Flüchtlingsfamilien sowie die Unterstützung von Gastgeberfamilien und Gemeinden. Zu den Hilfsmaßnahmen in den Nachbarstaaten Syriens gehören die psychosoziale Unterstützung von Frauen und Kindern, einkommensschaffende Maßnahmen sowie Hilfe beim Zugang zu Bildung. Mit Ernährungs- und medizinischer Beratung für schwangere Frauen, Mütter und ihre Säuglinge leistet die Diakonie darüber hinaus einen wichtigen Beitrag um Mangelernährung zu verhindern. 

Zugang zu Bildung für Menschen mit Behinderung

Eine Studie des UNHCR belegt, dass in knapp einem Drittel der syrischen Flüchtlingshaushalte in Jordanien mindestens ein Mensch mit Behinderung lebt. Für sie birgt die Bewältigung des Alltags nicht nur zusätzliche Hürden, auch ihre soziale Teilhabe und Inklusion in (Aus-)Bildungssystem und in den Arbeitsmarkt findet bisher kaum statt. Mit einem Schwerpunktprogramm für Menschen mit Behinderung in Jordanien arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe an der besseren Einbindung von syrischen Flüchtlingen in die lokale Gemeinschaft. So werden etwa Kinder mit Behinderungen an öffentliche Schulen vermittelt oder erhalten zusätzliche Rehabilitationsmaßnahmen, Behelfe und Therapien. Für die Inklusion in den Arbeitsmarkt werden passende Berufsausbildungsmaßnahmen bereitgestellt und Praktika ermöglicht. Trainings zu Beschäftigungsfähigkeit und Berufsmessen werden abgehalten. Begleitend finden bewusstseinsbildende Maßnahmen für DirektorInnen, LehrerInnen, ArbeitgeberInnen und Familien statt.

So können Sie helfen

Um noch mehr Menschen zu erreichen, ist die Diakonie Katastrophenhilfe zusammen mit ihren Partnern auf Spenden angewiesen. Mit zusätzlichen Mitteln kann die Diakonie Katastrophenhilfe die laufenden Maßnahmen weiter unterstützen und außerdem den Fokus auf längerfristige und nachhaltige Unterstützung der betroffenen Menschen legen. 

Online Spenden für Nothilfe in Syrien

Diese Seite wurde aktualisert am 18.12.2019