Simbabwe: Nothilfe für Menschen mit Behinderungen

  • Zyklon Idai hat durch Überschwemmungen und Erdrutsche schwere Zerstörungen hinterlassen und mehr als 400 Todesopfer gefordert. ©JJA
  • Der Wirbelsturm traf kurz vor der Erntezeit ein und verwüstete große Teile der Felder. ©ACT/DCA
  • Emmanuel hat Zerebralparese. Seine Mutter Lucia musste ihn am Rücken aus dem Haus tragen, als Zyklon Idai Teile ihres Hauses zerstörte. ©JJA
  • Mavura und ihr Enkelkind Shynmore bekommen überlebenswichtige Nahrungsmittel und Unterstützung beim Wiederaufbau ihres Hauses. ©JJA
Menschen mit Behinderungen sind im Katastrophenfall besonders benachteiligt. Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet in Simbabwe seit vielen Jahren mit der lokalen Organisation Jairos Jiri Association, kurz JJA, zusammen.

JJA verfügt über mehr als 70 Jahre Erfahrung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderungen in Simbabwe. Über 4.500 Männer, Frauen, Jungen und Mädchen mit Behinderungen profitieren jedes Jahr von der Arbeit von JJA. In ihren 16 landesweiten Zentren werden Kinder und Erwachsene mit Behinderungen behandelt, betreut und ausgebildet. Auch in diesem Projekt liegt der Fokus auf Haushalten, in denen Menschen mit Behinderungen leben.

Als der Zyklon unser Zuhause zerstörte, trug ich meinen Sohn Emmanuel am Rücken aus dem Haus und brachte ihn in Sicherheit.

Lucia lebte mit ihren fünf Kindern im Osten Simbabwes im Bezirk Chimanimani über den Zyklon Idai hinwegfegte. Ihr 17-jähriger Sohn, Emmanuel, hat eine zerebrale Bewegungsstörung und braucht deshalb besondere Unterstützung. Ihr Haus sowie die Felder wurden kurz vor der Erntezeit durch den Wirbelsturm zerstört und die Familie ist nun auf Nahrungsmittelhilfe, sauberes Wasser und eine stabile Unterkunft angewiesen.

So hilft die Diakonie Katastrophenhilfe

Lucia und Emmanuel sind zwei von 2500 Personen, die von der Diakonie Katastrophenhilfe und JJA mit diesem Projekt unterstützt werden. Sie bekommen Lebensmittelpakete mit Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Bohnen und Öl. Darüber hinaus ist Emmanuel einer von 150 Menschen mit Behinderungen, die medizinische Behelfe wie Rollstühle, Prothesen oder Hör- und Sehbehelfe erhalten. Langfristig profitieren diese Menschen davon, dass JJA im Rahmen des Projekts seine Expertise weitergibt und Bewusstsein für inklusives Katastrophenmanagement bei den lokalen Behörden schafft.

Partnerorganisation: Jairos Jiri Association (JJA)

Finanziert durch: Spenden