Rohingya in Bangladesch

Christian

Nothilfe für Rohingya

Die staatenlose Minderheit Rohingya aus dem Bundesstaat Rakhine in Myanmar lebt seit Jahrzehnten in extremer Armut und unter starker Einschränkung ihrer Grundrechte. Ende 2017 brach eine Welle der Gewalt und Verfolgung aus, Menschenrechtler sprachen von „ethnischer Säuberung“. Eine große Fluchtbewegung in den Nachbarstaat Bangladesch setzte ein. Derzeit befinden sich mehr als 850.000 geflüchtete Rohingya in Bangladesch.
  • Bei Hausbesuchen werden Covid-Präventionsmaßnahmen erläutert. c Diakonie Katastrophenhilfe
    Bei Hausbesuchen werden Covid-Präventionsmaßnahmen erläutert. c Diakonie Katastrophenhilfe
  • In notdürftigen Utnerkünften leben großteils Kinder und Frauen unter widrgisten Lebensbedingungen. ©Paul Jaffreay/ACT
    In notdürftigen Unterkünften leben Kinder und Frauen unter widrigsten Lebensbedingungen. ©Paul Jaffrey/ACT
  • Völlig erschöpft von der Flucht werden neu ankommende Flüchtlinge notversorgt. 320.000 von ihnen sind Kinder. ©Paul Jeffrey/ACT
    Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge sind Kinder und Jugendliche. Sie sind dringend auf Unterstützung angewiesen. ©Paul Jeffrey/ACT
  • In den Flüchtlingslagern leben Menshen beengt und in Not. Neben der Grundversorgung brauchen vor allem Kinder geschützte Räume. ©ICCO/ACT
  • Decken, Planen und Lebensmittel erleichtern Rohingya-Familien das Leben.©Paul Jeffrey
    In der Nothilfe wurden an Familien dringend benötigte Lebensmittel und Hygieneartikel sowie Zelte, Decken und Planen verteilt. ©Paul Jeffrey/ACT

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind etwa 55% der geflüchteten Rohingya in Bangladesch unter 18 Jahren. Daher ist das Thema Bildung sehr wichtig, um die Zukunft der jungen Bevölkerung zu sichern und um sie mit positiven Aktivitäten zu beschäftigen. Gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation Action for Social Development (ASD) unterstützen wir Mädchen und Buben der Flüchtlings- als auch der Gastgemeinschaft in Bangladesch.

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Covid-19 Aufklärung

Am 13. Mai teilte die WHO mit, dass die ersten Geflüchteten positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet wurde. Seit Mitte Juni gibt es auch erste Todesopfer. Das gesamte Camp wurde zur "roten Zone" erklärt, es herrschen strikte Ausgangsbeschränkungen. Die Bemühungen einen größeren Ausbruch zu verhindern laufen auf Hochtouren, aber die Umstände sind widrig. Die Lebensbedingungen in den Camps sind katastrophal – die Eindämmung eines Ausbruches stellt unter diesen hygienischen Bedingungen auf engem Raum eine extreme Herausforderung dar. Wir leisten mit unserem lokalem Partner Action for Social Development (ASD) Gesundheitsaufklärung zu Covid-19 durch Haus-zu-Haus-Besuche und verbreiten Hygiene-Informationen in der Öffentlichkeit sowohl im Camp als auch für die lokale Bevölkerung.

Verbesserung der Hygienebedingungen

In den Flüchtlingscamps gibt es nur unzureichenden Hygieneeinrichtungen oder Sanitäranlagen. Im internationalen Verband beteiligen wir uns am Bau von Latrinen, die 3.500 Familien eine sanitäre Versorgung ermöglichen. Für Frauen und Mädchen werden außerdem eigene Waschplätze gebaut und Hygiene-Kits verteilt. Um den Ausbruch von Krankheiten wie Cholera zu verhindern, installieren wir zudem eine Trinkwasseraufbereitungsanlage.
 

Zukunft sichern

Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt mit der lokalen Partnerorganisation Action for Social Development im weltweit größten Flüchtlingslager Kutupalong im Bezirk Cox´s Bazar vier „Adolescent-friendly Spaces/AFS“, in denen für Jugendliche Freizeitmöglichkeiten, eine Grundausbildung und der Zugang zu psychosozialer Beratung geboten werden. Zudem sollen Bewusstseinsbildung bei Erwachsenen und die Gründung von Kinder-Schutz-Komitees Kinder und Jugendliche vor Gewalt schützen. Der Fokus liegt auf Unterstützung von Mädchen, da sie durch sexuelle Gewalt, früher Verheiratung, Menschenhandel, eingeschränkter Bewegungsfreiheit, fehlender Menstruationshygiene und fehlenden sexuellen und reproduktiven Rechten besonders gefährdet sind.

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Diese Seite wurde aktualisert am 23.07.2020