Hilfe nach Taifun Mangkhut

  • Abgedeckte Häuser und verwüstete Felder – mit enormen Windgeschwindigkeiten peitschte Taifun Mangkhut über die Philippinen. Foto: CDRC
    Abgedeckte Häuser und verwüstete Felder – mit enormen Windgeschwindigkeiten peitschte Taifun Mangkhut über die Philippinen. Foto: CDRC
  • Die ohnehin ärmlichen Hütten vieler Menschen wurden völlig zerstört. Mitarbeiter der Partnerorganisation CDRC bei der Schadenserhebung. Foto: Caroline Hüglin
    Die ohnehin ärmlichen Hütten vieler Menschen wurden völlig zerstört. Mitarbeiter der Partnerorganisation CDRC bei der Schadenserhebung. Foto: Caroline Hüglin
  • Retten, was noch übrig ist. Nach Abzug des Sturms sammeln Bauern noch verwertbare Maiskolben aus den völlig zerstörten Feldern. Doch zum Überleben reicht das nicht. Foto: NCCP
    Retten, was noch übrig ist. Nach Abzug des Sturms sammeln Bauern noch verwertbare Maiskolben aus den völlig zerstörten Feldern. Doch zum Überleben reicht das nicht. Foto: NCCP
Die Philippinen sind eines der am stärksten von Naturkatastrophen bedrohten Länder der Welt und sind zudem stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Jährlich wird der Inselstaat von etwa 20 Taifunen heimgesucht.

Am 15. September traf Supertaifun Mangkhut im Nordosten der Philippinen auf Land. Der gewaltige Wirbelsturm der Kategorie 5 peitschte mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometern über das Land und hinterließ eine Schneise der Verwüstung: Bäume wurden entwurzelt, tausende Häuser zerstört, Straßen und Infrastruktur schwer beschädigt. Immense Regenmassen verursachten Erdrutsche und Schlammlawinen. Mehr als drei Millionen Menschen sind von den Auswirkungen des Taifuns betroffen, rund 320.000 Häuser wurden schwer beschädigt oder ganz zerstört. 80 Menschen kamen ums Leben.

Ernährungssicherheit in Gefahr

Der Taifun traf den Inselstaat genau zur Erntezeit. Mehr als 570.000 Bauern und Fischer haben ihre gesamte Lebensgrundlage verloren: Reis- und Getreidefelder wurden verwüstet, Fischer verloren ihre Boote und Ausrüstung. Auch die Vieh- und Geflügelzüchter verloren einen Teil ihres Tierbestandes. Die Folge sind jetzt Nahrungsmittelunsicherheit und Mangelernährung, Tausende sind von Lebensmittelhilfen abhängig. „Die ohnehin arme Bevölkerung im Norden Luzons hat mit den Ernten ihre überlebenswichtige Einkommensquelle verloren“, sagt Caroline Hüglin, Projektverantwortliche für die Philippinen der Diakonie Katastrophenhilfe.

Die Menschen in den betroffenen Gebieten benötigen daher dringend Saatgut, um ihre Lebensgrundlage wieder neue aufzubauen. Aber auch Nahrungsmittel werden benötigt, damit die Menschen bis zur kommenden Ernte nicht an Mangelernährung und Hunger leiden müssen.  Zudem haben Tausende ihr schützendes Zuhause verloren. Vor allem arme Familien haben kein Geld, um ihre Häuser zu reparieren. Sie brauchen Hilfe, entsprechende Materialien zu beschaffen.

Widerherstellung der Lebensgrundlage

Die langjährige Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe, Citizens Desaster Response Center (CDRC), hat unmittelbar nach dem Taifun mit ersten Nothilfe-Maßnahme begonnen. 2.700 Familien in abgelegenen Gebieten der Provinz Cagayan wurden mit ausreichend Lebensmitteln und Materialien versorgt, um die erste Zeit nach der Katastrophe zu überstehen. Um die Auswirkungen des Taifuns auf die am stärksten betroffene Bevölkerung zu lindern, erhalten mehr als 3.000 Familien Bargeldhilfen. Die Begünstigten können damit bis zur nächsten Ernte ihre Ernährung und weitere individuellen Bedarfe sichern. Die Hilfe wird in zwei Raten ausgezahlt. Außerdem finden in 13 Gemeinden Aufklärungsmaßnahmen zur Katastrophenvorsorge statt. Insgesamt profitieren 15.450 Menschen von dem Projekt.

Partnerorganisation: Citizens´Disaster Response Center (CDRC)

Finanziert durch: Spenden