Somalia: Zugang zu Wasser sichern

  • Vor allem Kinder leiden unter den Auswirkungen der Dürre: 434.000 Kinder sind akut oder stark unterernährt. ©DKH
    Vor allem Kinder leiden unter den Auswirkungen der Dürre: 434.000 Kinder sind akut oder stark unterernährt. ©DKH
Nach zwei unterdurchschnittlichen Regenzeiten herrscht in Somalia ein Ernährungskrise. Besonders betroffen sind die mehr als 2,6 Millionen Vertriebenen im Land sowie die nomadisierenden Hirten, deren Viehbestände sich von der letzten Dürre in 2017 noch nicht erholt haben. In den am stärksten betroffenen Regionen Somalias sind aufgrund des geringen Niederschlags und des fehlenden Wassers Ernteerträge zu Grunde gegangen und Viehbestand ist verendet. Die Dürre Situation wird aufgrund des langjährigen Konflikts in Somalia, saisonalen Klimaphänomenen wie El Niño und Krankheitsausbrüchen zusätzlich verschärft.

Etwa 6,2 Millionen Menschen – die Hälfte der gesamten Bevölkerung Somalias –sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Preise für Wasser haben sich in manchen Regionen verdreifacht und häufig müssen 15 bis 35 km Distanzen überwunden werden, um zur nächsten Wasserstelle zu gelangen. Viele Brunnen und Bewässerungskanäle sind in marodem Zustand und funktionieren nur noch eingeschränkt.

Die Diakonie Katastrophenhilfe hilft in Zusammenarbeit mit der lokalen Partnerorganisation Sustainable Development and Peace Initiative (SYPD) die Lebensgrundlagen der Bauern und Hirten in den von Dürre betroffenen Gemeinden im Bundesstaat Hirshabelle aufrecht zu erhalten und den Zugang der Menschen zu sauberem Trinkwasser zu sichern. So werden Flachbrunnen und Bohrlöcher ausgebessert, lokale Wasserkomitees in der Instandhaltung geschult und Bewässerungskanäle erneuert. Die Einwohner der begünstigten Gemeinden werden durch Cash-for-Work an den Bauarbeiten beteiligt und können dadurch ihr Einkommen aufbessern. Eine weitere Projektkomponente sichert die landwirtschaftliche Produktion: 240 Familien erhalten Saatgut, landwirtschaftliche Geräte und Bewässerungspumpen. Während der Projektlaufzeit wird zudem die Inbetriebnahme von Wasseraufbereitungsanlagen gesichert, um bei Überflutungen sauberes Trinkwasser bereitstellen zu können. 

Partnerorganisation: Sustainable Development and Peace Initiative (SYPD) 

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