Österreich

Christian

Unbürokratische Hilfe nach Naturkatastrophen

  • Der Inlandskatastrophenfonds bietet rasche und unbürokratische Unterstützung für Betroffene. Foto: Lukas Barth/DKH
Auch Österreich ist nicht vor gefährlichen Naturkatastrophen gefeit. Das zeigen die unberechenbaren Wetterverhältnisse vor allem im Winter oder die Jahrhundertflut 2013 entlang der Donau.

Auch Österreich ist nicht vor gefährlichen Naturkatastrophen gefeit. Das zeigen die unberechenbaren Wetterverhältnisse vor allem im Winter oder die Jahrhundertflut 2013 entlang der Donau. Um nach Katastrophen wie Hochwasser, Muren oder Lawinenabgängen und Waldbränden rasch und unbürokratisch Hilfe leisten zu können, hat die Diakonie Katastrophenhilfe einen Inlands-Katastrophenhilfsfonds eingerichtet.

Schnee

„Um ca. 00:50 Uhr wurden wir durch einen lauten Knall aus dem Schlaf gerissen. Bei der anschließenden Nachschau mussten wir feststellen, dass in allen nordseitig gelegenen Räumen im Erdgeschoss die Fenster durch den Druck der Lawine aufgesprungen sind und überall Schnee in die Räume eingedrungen war.“, berichtet Familie P. von der Nacht im Jänner 2019, in der ihr Haus in Ramsau am Dachstein von einer Lawine überrollt wurde.

„Nach einigen Schockminuten haben wir sofort begonnen, den Schnee mit Mörteltrögen und Eimern aus den Räumen zu schaffen, damit nicht der schmelzende Schnee an den elektronischen Geräten sowie an den Möbeln und Parkettböden zusätzlichen Schaden anrichtet.“

Familie P. ist eine der Familien, die Gelder aus dem Diakonie Inlandskatastrophenfonds zur schnellen Soforthilfe nach dem Lawinenabgang erhielt. Mit den Geldern können sie wichtige Reparaturen vornehmen, um ihr Haus wieder gut bewohnbar zu machen.

Hochwasser in Kärnten und Osttirol

Auch in Osttirol und Kärnten waren Familien Ende Oktober 2018 den Wetterextremen in ihren Häusern ausgesetzt. Nach starken Regenfällen waren mehrere Gemeinden von der Außenwelt abgeschnitten. Im Gailtal war vor allem Rattendorf nach einem Dammbruch besonders von dem plötzlichen Anstieg des Wasserpegels betroffen.

Knapp 40 Häuser wurden innerhalb von kürzester Zeit überschwemmt. Die BewohnerInnen konnten rechtzeitig evakuiert werden, viele Familien konnten jedoch nur das Nötigste retten.

Wie wir helfen

Die Diakonie Katastrophenhilfe leistete aus ihrem Inlandskatastrophenfonds über die lokalen evangelischen Pfarrgemeinden Ramsau am Dachstein und Rattendorf/Treßdorf für 36 Familien Soforthilfe, um die schwierige Zeit während der Aufräumarbeiten zu überbrücken.

Helfen auch Sie mit

Für nähere Informationen bzw. Fragen, wie Sie unsere Arbeit in Österreich unterstützen können, kontaktieren Sie bitte Frau Mag.a Simone Peter:
E-Mail: simone.peter@diakonie.at
Telefon: 01 402 67 54 – 3104

Diese Seite wurde aktualisert am 11.07.2019