Cash-Transfer Programm zur Errichtung von Unterkünften in Nepal

Donnerstag, 23. Juli 2015
  • Die lokale Bevölkerung stellt sich in Lakuri Bhanjyang, Bezirk Lalitpur, für die Verteilung der Vocuhers an. ©DCA/ACT
    Die lokale Bevölkerung stellt sich in Lakuri Bhanjyang, Bezirk Lalitpur, für die Verteilung der Vocuhers an. ©DCA/ACT
  • Die lokalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überprüfen die Daten der Begünstigten in Lakuri Bhanjyang zu erhalten. ©DCA/ACT
    Die lokalen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überprüfen die Daten der Begünstigten in Lakuri Bhanjyang zu erhalten. ©DCA/ACT
  • „Es sind mehrere starke Risse in meinem Haus aufgrund des Erdbebens vom 25. April 2015“ sagt Thulimaya, die auch über das Programm erhält. ©DCA/ACT
    „Es sind mehrere starke Risse in meinem Haus aufgrund des Erdbebens vom 25. April 2015“ sagt Thulimaya, die auch über das Programm erhält. ©DCA/ACT
  • "Da mein Mann im Ausland arbeitet, muss ich meine Familie hier unterstützen. Ich hoffe ich kann, mit den neuen Mitteln eine geeignete Unterkunft errichten.“ erzählt die 27jährige Putali Thing Tamang und hält dabei ihr Baby auf dem Arm.  ©DCA/ACT
    "Da mein Mann im Ausland arbeitet, muss ich meine Familie hier unterstützen. Ich hoffe ich kann, mit den neuen Mitteln eine geeignete Unterkunft errichten.“ erzählt die 27jährige Putali Thing Tamang und hält dabei ihr Baby auf dem Arm. ©DCA/ACT

Am 19. Juli 2015 hat der ACT-Alliance Partner der Diakonie Katastrophenhilfe DanChurch Aid Nepal, gemeinsam mit einer lokalen Organisation das Cash-transfer Programm für die vom Erdbeben betroffene Bevölkerung zum Aufbau von temporären Unterkünften auf die Orte Lakuri Bhanjyang und Lamatar im Bezirk Lalitpur ausgeweitet.

So wie die meisten Dörfer, die rund um das Katmandu-Tal in hügeligem Gebiet liegen, wurden die Häuser der Bewohnerinnen und Bewohner auch in Lakuri Bhanjyang und Lamatar durch die Auswirkungen des Erdbebens am 25. April und dessen Nachbeben unbewohnbar.

Einfaches Zahlungssystem für dringend benötigtes Baumaterial

Die lokalen Märkte in der Erdbebenregion haben sich nach der Katastrophe wieder gut erholt. Baumaterial zur Instandsetzung der beschädigten Häuser ist ausreichend vorhanden und wird von den Betroffenen dringend benötigt, um die Häuser vor dem Monsun wasserfest und schützend wiederaufzubauen. Daher benötigt die lokale Bevölkerung möglichst rasch und effizient finanzielle Mittel zur Anschaffung der Güter.

In enger Zusammenarbeit mit den lokalen staatlichen Behörden, einer Privatfirma, die Handyanwendungen entwickelt, und einer lokalen Bank, hat sich die Diakonie Katastrophenhilfe gemeinsam mit den Partnerorganisationen zusammengeschlossen und ein neuartiges E-Cash-Transfer entwickelt. Mittels der Handy-App „Hello Paisa“ konnten so mehr als 1300 Haushalte innerhalb von wenigen Stunden mit einem elektronischen Gutschein in der Höhe von um die 10.000 nepalesische Rupien (ca. 90 EUR) versorgt werden. Diese E-Vouchers können zur Bezahlung auf den lokalen Märkten verwendet werden und helfen dabei den Missbrauch der Mittel zu verhindern.

Haushalte, die aus bestimmten Gründen über kein Mobiltelefon verfügen und so das Zahlungssystem nicht nutzen konnten, wurden mittels Bargeldbeträgen unterstützt.

Die Partner der Diakonie leisten damit Pionierarbeit in der Verwendung moderner Technologie, um schnellere und effizientere Hilfe zu gewährleisten.