Mosambik/Simbabwe

Christian

Nothilfe nach Zyklon

  • Viele Gebiete stehen unter Wasser und sind nur sehr schwer zu erreichen. (C) FCA
  • Die vom Wirbelsturm gezeichneten Regionen Mosambiks sind teils unbewohnbar. (C) ACT Alliance
  • Zugang zu sauberem Trinkwasser ist vielerorts schwierig. Krankheiten wie Cholera breiten sich dadurch aus. (C) ACT/DCA
    Zugang zu sauberem Trinkwasser ist vielerorts schwierig. Krankheiten wie Cholera breiten sich dadurch aus. (C) ACT/DCA
  • Eine Familie vor den Trümmern ihres Hauses, das durch den Zyklon zerstört wurde. (C) ACT/FCA/Natalia Jidovanu
    Tausende Häuser wurden durch "Ida" völlig zerstört und Familien obdachlos. (C) ACT/FCA/Natalia Jidovanu
  • Die 35-jährige Amelia Tausene und ihre Kinder haben durch den Zyklon ihr Zuhause verloren. (C) FCA
    Auch die 35-jährige Amelia Tausene und ihre Kinder haben durch den Zyklon ihr Zuhause verloren. (C) FCA
  • Mathew Masinde vom Regionalbüro der Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort in der schwer von Zyklon Idai getroffenen Hafenstadt Beira. (C) DKH
    Mathew Masinde vom Regionalbüro der Diakonie Katastrophenhilfe vor Ort in der schwer von Zyklon Idai getroffenen Hafenstadt Beira. (C) DKH
Mit schweren Regenfällen und Windgeschwindigkeiten von über 170 Kilometern pro Stunde traf Zyklon Idai am 14. März 2019 an der Ostküste Mosambiks auf Land und zog eine Schneise der Zerstörung nach sich. Aktuellen Berichten zufolge sind in Mosambik und den Nachbarstaaten Simbabwe und Malawi knapp 3 Millionen Menschen von der Katastrophe betroffen.

Ganze Landesteile gingen unter in einem Binnenmeer, tagelang warteten Tausende auf den Dächern ihrer Häuser auf Rettung. Am stärksten betroffen ist die Provinz Sofala mit der Großstadt Beira an der Küste Mosambiks, in der etwa eine halbe Million Menschen leben. Alleine in Mosambik sind 129.000 Menschen obdachlos und mehr als 36.000 Häuser völlig zerstört. Mitlerweile ist das Wasser zwar vielerorts zurückgegangen. Was bleibt, sind zerstörte Häuser und Hütten, vernichtete Ernten und Felder sowie Schlammfelder als Brutstätten von Krankheiten. Der Bedarf an Hilfe bleibt also groß.

Aktuelle Zahlen:

  • 3 Millionen betroffene Menschen
  • Mindestens 960 Tote
  • Mehr als 7.500 Menschen an Cholera erkrankt
  • Mindestens 769.000 Hektar Ackerfläche zerstört
Quelle: UNOCHA, UNICEF, FEWS NET

Cholera und Malaria breiten sich aus

Die Versorgungslage der Menschen ist schlecht, denn die ohnehin wenigen Krankenhäuser und Gesundheitsstationen wurden zerstört. Besonders kritisch ist die Versorgung der Menschen mit ausreichend Trinkwasser und Nahrungsmitteln. Durch die massiven Überschwemmungen ist das Wasser größtenteils verseucht. So steigt nicht nur die Zahl der Durchfallerkrankungen – auch die gefährliche Cholera breitet sich aus. Gleichzeitig sind die überschwemmten Gebiete Brutstätten für Moskitos. Besonders betroffen sind die Schwächsten der Bevölkerung wie Kinder, alte und kranke Menschen.

Die Diakonie Katastrophenhilfe hilft vor Ort

Die Diakonie Katastrophenhilfe arbeitet vor Ort mit dem kirchlichen Netzwerk ACT Alliance zusammen.

Gemeinsam versorgen sie die Menschen mit allem, was sie zum Überleben brauchen. Dazu gehören Lebensmittel wie Mais, Bohnen und Öl sowie Kochtöpfe und Geschirr, damit die Nahrung zubereitet werden kann. Neben Decken und Schlafmatten erhält jede Familie auch Moskito-Netze zum Schutz vor Malaria. Um die Hygiene zu sichern und die Ausbreitung der gefährlichen Cholera zu verhindern, erhalten die begünstigten Familien auch Wasserküberl und -kanister, Seife, Hygiene-Sets und Trinkwasseraufbereitungstabletten. Außerdem werden Multiplikatoren in Wassermanagement und Hygiene geschult: Sie werden ihr Wissen an die begünstigten Familien weitergeben, damit sich diese entsprechend schützen können.

Für die Betroffenen ist jetzt auch ein schützendes Dach über dem Kopf essenziell. Daher werden Familien mit Reparatur-Kits für ihre Hütten versorgt, um sich zumindest vor der Witterung zu schützen. Zudem erhalten Familien auch Bargeldhilfen, von denen sie ausschließlich Material für ihre Häuser kaufen können.           

Mittelfristige Hilfe

Zusammen mit ACT wird ein umfassendes, zweijähriges Hilfsprogramm durchgeführt. Der Zyklon traf die Menschen kurz vor der Erntezeit, und allein in Mosambik wurden 715.000 Hektar Anbauflächen zerstört und überschwemmt. Das heißt, die Menschen brauchen mittelfristig auch Hilfe bei der Wiederherstellung ihrer Lebensgrundlagen. Daher werden auch landwirtschaftliche Geräte und Saatgut im Rahmen des Programms verteilt.    

So können Sie helfen

Um noch mehr Menschen zu erreichen, ist die Diakonie Katastrophenhilfe zusammen mit ihren Partnern auf Spenden angewiesen. Mit zusätzlichen Mitteln kann die Diakonie Katastrophenhilfe die laufenden Maßnahmen weiter unterstützen und außerdem den Fokus auf längerfristige und nachhaltige Unterstützung der Begünstigten legen. 

Online Spenden für Nothilfe

Diese Seite wurde aktualisert am 09.05.2019