Ostafrika: Diakonie Katastrophenhilfe warnt vor nächster Hungerkrise

Mittwoch, 23. Juni 2021
Heuschreckenplage in Ostafrika: Ein Mann, umgeben von Wüstenheuschrecken.
Ostafrika: Somalia, Kenia und Äthiopien kämpfen gegen Wüstenheuschrecken-Plagen
Auch Brot für die Welt im Einsatz zur Bekämpfung von Hunger
Heuschreckenplage in Ostafrika: Ein Mann, umgeben von Wüstenheuschrecken.
Ostafrika: Somalia, Kenia und Äthiopien kämpfen gegen Wüstenheuschrecken-Plagen

Große Teile Afrikas sind seit mehreren Jahren von Dürre betroffen, hinzu kommt die Heuschreckenplage, die insbesondere in Ostafrika jedes Jahr aufs Neue wütet. Sie ist mit ein Grund dafür, dass in dieser Region fast 34 Millionen Menschen an Nahrungsmittelknappheit leiden.

„Während die Folgen der Corona-Pandemie den Menschen vielerorts die Lebensgrundlagen genommen haben, sind auch noch riesige Heuschreckenschwärme über das Horn von Afrika hergefallen“, schildert Diakonie Direktorin Maria Katharina Moser die Lage in Ostafrika.

Die Heuschrecken vernichten die Ernten. Ein Schwarm von 80 Millionen Tieren kann bis zu 160 Tonnen Getreide vernichten – an einem einzigen Tag.

Mehrere Krisen gleichzeitig machen humanitäre Hilfe nötig

Aktuell hat speziell Ostafrika gegen drei Krisen anzukämpfen – Dürren, die Folgen der Covid-19 Pandemie und die Heuschreckenplage. „Der Bedarf an humanitärer Hilfe steigt dramatisch an. In Somalia droht eine Hungersnot, 80 Prozent des Landes sind von Dürre betroffen“, betont Moser. Seit Ende 2019, als Heuschrecken-Schwärme erstmals in Somalia einfielen, verbreiten sich diese immer mehr. Die somalische Regierung rief aufgrund der Heuschreckeninvasion im Februar 2021 den nationalen Notstand aus.

So hilft die Diakonie Katastrophenhilfe im Kampf gegen Heuschrecken

Um Heuschreckenschäden an Weideland und Feldfrüchten zu verringern braucht es rasche und koordinierte Reaktion. „Dies geschieht durch in den Dörfern organisierte Heuschrecken-Kontrollgruppen, die den Schädlingsbefall kontinuierlich beobachten. Diese gemeindebasierte Überwachung ist in Verbindung mit Koordinierungsmechanismen auf nationaler und regionaler Ebene sehr wirksam“, erklärt Nina Hechenberger, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe.

Damit die Menschen in den Dörfern die Methoden der mechanischen Kontrolle und Bekämpfung der Heuschrecken lernen, unterstützt die Diakonie die Informationsarbeit vor Ort, ebenso wie auch Covid-19 Präventionsmaßnahmen für die nötigen Treffen und Schulungen.

Helfen Sie helfen!
 

Diakonie Katastrophenhilfe
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