Krieg im Nahen Osten: Hilfe vor Ort wichtiger denn je

Montag, 11. März 2019
Nach acht Jahren Vertreibung sind die Menschen dem Krieg und seinen Folgen schutzlos ausgeliefert.

„Frauen, Männer und Kinder müssen vor Bomben ebenso geschützt werden, wie vor Landminen oder sexueller Gewalt“, fordert Diakonie-Direktorin Maria Katharina Moser. „Das Leid der Bevölkerung darf nicht als Normalzustand hingenommen werden.”

Über sechs Millionen Menschen sind innerhalb Syriens vertrieben. Fast fünf Millionen haben keinen adäquaten Wohnraum und leben beispielsweise in Ruinen, ohne Heizung oder festes Dach über dem Kopf. Operationen, selbst Kaiserschnitte, und lebenswichtige Medikamente für chronisch Kranke sind für die große Mehrheit absolut unerschwinglich.

„Von einem Leben in Würde kann für diese Menschen keine Rede sein“, sagt Moser.

Solange noch nicht einmal die Menschen im Land angemessen versorgt werden können, kann eine Rückkehr der über fünf Millionen Flüchtlinge nach Syrien keine Option sein.
Maria Katharina Moser, Diakonie Direktorin

Neben dem energischen Einsatz für ein Ende der Gewalthandlungen nach acht Jahren Krieg fordert die Diakonie Katastrophenhilfe, dass die Finanzierung von humanitärer Hilfe in Syrien, aber auch in den Nachbarländern, weiter aufrechterhalten wird.

Lokale Hilfsorganisationen sind Rückgrat der humanitären Hilfe

Die Lage im Land ist auch nach acht Jahren Krieg unübersichtlich und fragil. Der Zugang von humanitären HelferInnen zur notleidenden Bevölkerung ist weiterhin eingeschränkt. Lokalen Hilfsorganisationen kommt eine zentrale Bedeutung in der Versorgung der Menschen zu: „Die lokalen HelferInnen sind das Rückgrat der humanitären Hilfe. In komplexen Konflikten mit unübersichtlichen politischen Machtverhältnissen wie sie in Syrien der Fall sind, können häufig nur lokale Organisationen Hilfe leisten, denn sie haben das Vertrauen der Bevölkerung“, sagt Nina Hechenberger, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe in Österreich.

Die Diakonie Katastrophenhilfe hilft vor Ort

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist über ihre lokalen Partnerorganisationen seit dem Ausbruch des Syrienkonflikts in der Region aktiv. Aktuell wird mit Unterstützung vom Land Oberösterreich ein Mutter-Kind-Projekt im Libanon umgesetzt, um der folgenschweren Mangelernährung von Babys und Kleinkindern entgegenzuwirken.

In Jordanien wird mithilfe der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit ein Projekt für Kinder und Erwachsene mit Behinderung verwirklicht, um ihre Inklusion in Bildungseinrichtungen und am Arbeitsmarkt zu erleichtern. Der Arbeitsmarktzugang von Frauen und Menschen mit Behinderung steht auch im Fokus eines von der Stadt Wien geförderten Projekts in der jordanischen Hauptstadt Amman. Seit November 2018 versorgt die Diakonie Katastrophenhilfe in Zusammenarbeit mit Nachbar in Not die BewohnerInnen im jordanischen Flüchtlingscamp Azraq mit Brillen und Hörgeräten.

Sie müssen nicht vor Ort sein, um Leben zu retten

Um die lebensnotwendige Hilfe in Syrien und den Nachbarstaaten aufrecht zu erhalten, bittet die Diakonie Katastrophenhilfe um Spenden.

IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333 (Erste Bank)
BIC: GIBAATWWXXX
Spendenkennwort: Nothilfe Syrien