Diakonie Katastrophenhilfe in Somalia: Noch immer fliehen Menschen in höher gelegene Gebiete

Donnerstag, 7. November 2019
Überschwemmungen in Somalia, den Menschen steht das Wasser bis zum Bauch
Aktuell fehlt es an Trinkwasser, das Essen ist knapp und Straßen sind nicht nutzbar
Aktuell fehlt es an Trinkwasser, das Essen ist knapp und Straßen sind nicht nutzbar
Überschwemmungen in Somalia, den Menschen steht das Wasser bis zum Bauch
Aktuell fehlt es an Trinkwasser, das Essen ist knapp und Straßen sind nicht nutzbar
Bereits vergangene Woche hat die Diakonie Katastrophenhilfe auf die Überschwemmungen in Somalia aufmerksam gemacht und auch eine Woche später ist die Situation noch drastisch. „Die Menschen stehen bis zum Bauch im Wasser. Über die Hälfte der Betroffenen sind Kinder“, zeigt sich die Direktorin der Diakonie Österreich, Maria Katharina Moser, besorgt. „Ein Ende der Regenfälle ist derzeit nicht in Sicht. Wir nehmen an, dass noch mehr Menschen in höher gelegenen Gebieten Schutz suchen werden müssen“, meint Moser.

Die aktuelle Regenzeit in Somalia fällt auch heuer wieder heftig aus und hat bereits jetzt verheerende Schäden angerichtet. Massive Überschwemmungen im Süden und Zentrum des Landes haben bereits Todesopfer gefordert. Laut UN sind 547,000 Menschen betroffen, über 370.000 davon waren gezwungen aus ihren Häusern in Notlager zu fliehen. Besonders schwer hat es die Stadt Belet Weyne im Bundesstaat Hirshabelle getroffen, wo der Wasserpegel teilweise auf 8,3 Meter angestiegen ist.

Der Bedarf an Hilfe ist enorm

Zehntausende Familien leben bereits in höher gelegenen Gebieten in provisorischen Lagern. „Unsere KollegInnen vor Ort berichten, dass es den Menschen an allem fehlt. Brunnen und Trinkwasservorräte sind verschmutzt. Durch die Überschwemmungen sind Felder zerstört und das Essen ist knapp. Infrastruktur wie Straßen und Krankenhäuser könne nicht genutzt werden“, berichtet Moser. Auch Krankheiten seien zu befürchten. Die überschwemmten Gebiete sind Brutstätten für Mücken, die Krankheiten wie Malaria oder Dengue Fieber übertragen und es droht die Gefahr, dass sich Durchfallerkrankungen und Cholera ausbreiten.

Die Diakonie Katastrophenhilfe stellt wichtiges Trinkwasser zur Verfügung

„Wir sind schon länger vor Ort in Somalia aktiv, um unter anderem gemeinsam mit unserer Partnerorganisation SYDP den Zugang zu Wasser bei Dürren und Überschwemmungen zu sichern. Dadurch hatten wir jetzt die Möglichkeit, besonders rasch Hilfe zu leisten. In unserem laufenden Projekt haben wir bereits Anlagen installiert, die Flusswasser zu Trinkwasser aufzubereiten. So sind wir von Anfang an im Bundesstaat Hirshabelle im Einsatz und stellen für die betroffene Bevölkerung Trinkwasser zur Verfügung“, erklärt Nina Hechenberger, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe.

Dennoch übersteigen die Bedürfnisse die derzeit vorhandenen Mittel „Ohne zusätzliche Gelder können wir dem enormen Bedarf nur unzureichend gerecht werden“, appelliert Moser. „Bitte helfen Sie mit ihrer Spende.“

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden

Diakonie Katastrophenhilfe
IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333 (Erste Bank)
BIC: GIBAATWWXXX

Kennwort: Katastrophenhilfe weltweit