13. Oktober ist Tag der Katastrophenvorbeugung: Gute Vorbereitung ist wirksame Hilfe im Katastrophenfall

Dienstag, 12. Oktober 2021
Kinder stehen vor dem neu errichteten erdbebensicheren Haus ihrer Familie.
Stabil konstruierte Häuser bieten Schutz vor Naturkatastrophen. Foto: Thomas Lohnes/Brot für die Welt
Die Wichtigkeit von Katastrophenvorsorge nimmt aufgrund immer häufiger vorkommenden Naturkatastrophen zu
Kinder stehen vor dem neu errichteten erdbebensicheren Haus ihrer Familie.
Stabil konstruierte Häuser bieten Schutz vor Naturkatastrophen. Foto: Thomas Lohnes/Brot für die Welt
In Regionen, die immer wieder von Katastrophen heimgesucht werden, lernen die Menschen vorzusorgen. „Die Menschen wissen, dass sie die Prävention stärkt und schützt. Indem sie für den Notfall Vorkehrungen treffen tun sie alles, damit die Schäden nach dem nächsten Sturm, der nächsten Überschwemmung oder der nächsten Dürre geringer ausfallen,“ sagt Nina Hechenberger, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe.
In der Katastrophenvorsorge geht es darum, Menschenleben zu retten und humanitäre Katastrophen zu verhindern
Nina Hechenberger, Leitung Diakonie Katastrophenhilfe.

Katastrophenvorsorge beruht auf eingehenden Analysen, in denen das Risiko künftiger Gefahren eingeschätzt wird. Nur so kann im Anschluss, je nach Risikolage, vorgebeugt werden, damit eintreffende Katastrophensituationen nicht so folgenschwer ausfallen. Die gesetzten Maßnahmen können ganz unterschiedlich sein. Es kann die stabile, erdbebensichere Konstruktion von Häusern und Straßen sein. Genauso die Beseitigung von Heuschreckenlarven, um zu verhindern, dass Heuschrecken in Schwärmen ganze Ernten vernichten. Notfallpläne und Frühwarn- und Evakuierungssysteme, die es ermöglichen, Menschen bei herannahenden Katastrophen aus der Gefahrenzone zu bringen sind von enormer Wichtigkeit.

„Ein Warenlager mit Nothilfeprodukten hat z.B. nach dem jüngsten Erdbeben sehr geholfen, dass unmittelbar nach der Katastrophe sofort mit der Verteilung von Hilfsgütern wie Decken, Planen, Hygieneartikel oder Wasserreinigungstabletten begonnen werden konnte“, so Hechenberger. „Noch bevor die internationale Hilfe eintreffen konnte“.

Beispiele der Katastrophenvorsorge der Diakonie

Haiti – Erdbeben und Extremwetter-Ereignisse
In Haiti halfen wir mit dem Bau erdbebensicherer Häuser. Im Jahr 2010 starben bei einem Erdbeben in Haiti 320.000 Menschen, knapp zwei Millionen waren obdachlos. Doch es blieb nicht bei dieser folgenschweren Katastrophe. Immer wieder wird der Karibikstaat von Erdbeben und Wirbelstürmen heimgesucht. Die mit Unterstützung der Diakonie Katastrophenhilfe gebauten Häuser halten den Extremwetterereignissen nicht nur stand, sie bieten auch Zuflucht und Schutz für Familien, deren Häuser von Zerstörung betroffen sind.

Simbabwe – Dürren, Stürme, Überschwemmungen
In Simbabwe, ist es in den letzten Jahren gehäuft zu Dürren, Überschwemmungen und Tropenstürmen gekommen. Bereits ein Drittel der Bevölkerung ist deshalb von extremer Armut betroffen. Zur Vorsorge werden den Bauernfamilien in landwirtschaftlichen Trainings klimatisch angepasste Methoden vermittelt, mit denen Ernten gesichert und Erträge gesteigert werden können. In Kombination mit Viehwirtschaft können sie damit langfristig ihre Lebensgrundlage besser sichern, und die Haushalte können auf lange Sicht Krisen besser meistern.

Somalia – Heuschrecken-Plagen
In Somalia, wo Heuschreckenschwärme die Lebensgrundlage von Menschen bedrohen, konnte den Bauernfamilien in den letzten Jahren Know-How vermittelt werden, wie sie gegen die Plage vorgehen können. Warnsysteme, Heuschreckenkontrollgruppen und das Wissen um die mechanische Bekämpfung von Heuschrecken im frühen Larvenstadium kann die Schwarmbildung verhindern. Damit können die Menschen eine Vernichtung riesiger Ernteflächen abwehren.

Helfen Sie uns helfen

Mit Ihrer Spende an die Diakonie Katastrophenhilfe können wir unsere Projekte der Katastrophenvorsorge vorantreiben

Diakonie Katastrophenhilfe | Erste Bank |  IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333 |  BIC: GIBAATWWXXX