Kinderarbeit steigt weltweit stark an

13. Juni 2021

Die Kinderarbeit, und mit ihr die ausbeuterischen Formen von Kindersklavenhaltung, steigt weltweit an. Die Corona-Pandemie ließ in vielen Familien die Einkommen schlagartig wegbrechen, sodass Kinder jetzt vermehrt zum Familieneinkommen beitragen müssen. Mindestens die Hälfte der Kinder zwischen 5 und 15 Jahren müssen auf Feldern, bei der Produktion von Kakao, Tee oder Kaffee und selbst in gesundheitsgefährdenden Bereichen wie der Textilproduktion schuften. Ihr Recht zur Schule zu gehen, können sie schon lange nicht mehr durchsetzen. Nicht wenige Familien stehen vor dem Hungertod. Profiteure dieser Situation sind auch deutsche Unternehmen wie z.B. die Firma Storck (Merci, Toffifee, nimm2, Werthers Echte u.v.m.), die sich bis heute weigert, die Herkunft ihres Kakaos nachzuweisen.

Du, barmherziger Gott, freust dich am Lob
aus den Mündern von Säuglingen und Kindern,
und du weinst über sie, wo sie in den Straßen
und auf den Feldern dieser Welt zugrunde gehen.

Wir bitten dich aus unserer ganzen Ohnmacht heraus:
Komm ihnen zu Hilfe, Gnädige und Mutter aller,
damit alle deine Kinder zu ihrem Recht kommen,
gerade auch dort, wo sie für unseren Wohlstand
und den Profit der Unternehmen schuften.

Lass deine Kirche auf der ganzen Welt deine Stimme hören,
mit der du selbst die Kinder zu dir rufst;
lass gerade uns als deine Gemeinde in der weltweiten Ökumene
die Zeichen deuten, die du uns in jedem Kinderleben vor Augen malst,
weil du ihnen selbst das Reich Gottes zusprichst,
ohne Wenn und Aber,
damit wir es dir gleich tun
und den Schutz der Schwächsten, der Ärmsten und der Kinder
in unseren Herzen bewegen und in unseren Taten zu unserem Programm machen.

Erbarme dich, Ewiger, deiner geschundenen Kinder, auf der ganzen Erde