Allerheiligen

1. November 2020

Wir danken dir für das Zeugnis und den Mut
der Frauen und Männer,
die sich in ihrem Leben nicht irre machen ließen,
deinen Lebenswillen auch gegen Widerstände
für andere einzufordern und selbst dafür einzutreten,
oft unter Einsatz ihres eigenen Lebens.

Gib uns den wachen Blick und das offene Herz,
aufrichtig und mit klarem Verstand unserer Toten zu gedenken,
damit wir in ihnen Menschen sehen,
die deinen Willen gelebt haben,
mit ihren guten und ihren schlechten Seiten,
in großer Klarheit und auch mit eigenen Verfehlungen
uns als Vorbilder in Erinnerung bleiben.

Lehre uns auch die Vielfalt
von Bestattungsformen und Erinnerungskultur zu würdigen,
lehre uns die „Heiligen“ unserer Tage gerade auch dort zu sehen,
wo wir oft nicht so genau hinschauen,
bei den Tafeln und Pflegeeinrichtungen,
den Obdachlosen und Alleingelassenen,
den Verteidigerinnen und Anwälten der Menschenrechte
und aller, die sich derer annehmen,
die Jesus uns als Brüder und Schwestern vor Augen stellt,
heute und allezeit.