Internationale Gedenktage rufen zum solidarischen Handeln

14. Juni 2020

Sprecherin/Sprecher:
In dieser Woche sind von den Vereinten Nationen wieder Gedenktage ausgerufen, die den Blick für den Zustand unserer Welt schärfen und zum solidarischen Handeln führen sollen.
Liturg/Liturgin:
Jesus Christus, du kennst unsere Sehnsucht zu leben wie „ein Herz und eine Seele“. Wir wissen, wie die christliche Urgemeinde im Glauben an dich ihr Tun ausgerichtet und ihre Gaben und Begabung für gerechte Lebensbedingungen eingesetzt und ihren Besitz geteilt haben. Wir klagen dir unsere Unfähigkeit, ein solidarisches Miteinander zu leben. Wir bitten, leite uns mit deiner Geistkraft in erneuerte Gemeinschaft.

Sprecherin/Sprecher:
Am 17. Juni ist der Welttag für die Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre. 40 Prozent der Erdoberfläche sind davon bedroht. Die Ursachen sind vielfältig: klimatische Schwankungen, Überweidung von Flächen und Böden, die Abholzung von Wäldern sowie Verschwendung von Wasserressourcen.
Liturg/Liturgin:
Jesus Christus, wir bitten dich für die Menschen, die verzweifelt sind, weinen und klagen, wenn Brunnen und Wasserquellen versiegen. Sie müssen mit ansehen, dass der Erdboden in Trockenheit reißt und Ackerland zu Staub wird, Tiere in glühender Hitze ohne rettendes Grün verenden. Wir bitten dich, dass Nothilfe geleistet wird und wir in den Industrienationen nicht weiter gierig Ressourcen verbrauchen. Wir bitten, leite uns mit deiner Geistkraft in erneuerte Gemeinschaft.

Sprecherin/Sprecher:
Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. Aktuell sind 71 Millionen Menschen auf der Flucht. 3,5 Millionen von ihnen sind Asylsuchende. Zivilgesellschaftliche Initiativen setzen sich für bedingungslose Einhaltung der Menschenrechte, bessere Lebensbedingungen für die Betroffenen und ein bestmögliches Zusammenleben von vertriebenen Menschen und einheimischer Bevölkerung ein.
Liturg/Liturgin:
Jesus Christus, wir bitten dich für die Menschen, die auf der Flucht sind. Du kennst jede und jeden hinter den Zahlen mit der eigenen Geschichte von Gewalt und Verlust, aber auch von Mut und Hoffnung. Halte ihr Herz, wenn sie verzweifeln. Wir bitten dich um Klugheit und Unerschrockenheit für alle, die Flüchtlinge aus Todesgefahr zu retten versuchen. Segne die Arbeit in den Notquartieren weltweit. Öffne unsere Herzen und Hände, damit wir hilfreich sein können. Wir bitten, leite uns mit deiner Geistkraft in erneuerte Gemeinschaft.

Sprecherin/Sprecher:
Seit Wochen rüttelt uns der Mord an George Floyd in Minneapolis wach, sodass wir die Not der Menschen anerkennen, die Opfer von rassistischen Straftaten sind. 2019 gab es in Österreich rund 2.000 rassistische Vorfälle. Das sind mehr als 5 Vorfälle pro Tag.
Liturg/Liturgin:
Jesus Christus, wir bitten dich für die Menschen, die in unserem Land um ihr Leben fürchten und verfolgt werden. Du kennst die abfälligen Bemerkungen und Drohungen, die Absagen bei Arbeits- und Wohnungssuche. Wir nennen es alltäglichen Rassismus, aber es darf nicht alltäglich bleiben. Wir bitten, leite uns mit deiner Geistkraft in erneuerte Gemeinschaft.