Internationale Gedenktage rufen zum solidarischen Handeln // Bitte um Frieden in Nord-Syrien

13. Oktober 2019

Internationale Gedenktage rufen zum solidarischen Handeln

Zwischen den Fürbitten kann das Taizé-Lied gesungen werden: „Jésus le Christ“ – „Christus, dein Licht verklärt unsere Schatten, lass nicht zu, dass das Dunkel zu uns spricht. Christus, dein Licht, erstrahlt auf der Erde und du sagst uns: Auch ihr seid das Licht.“ Gesangbuch der Studierenden-Gemeinde: „Durch Hohes und Tiefes“, Nr. 139

Sprecherin/Sprecher:
In dieser Woche sind von den Vereinten Nationen vier Gedenk-Tage ausgerufen, die den Blick für den Zustand unserer Welt schärfen und zum solidarischen Handeln führen sollen. Wir fragen im Gebet wie wir handeln können.

Liturg/Liturgin:
Jesus Christus, wir bitten dich, zeige uns wie du gehandelt hast. Wir sehen in deinem Weg, dass du Not, Leid und Verzweiflung nicht ausgeblendet, übersehen oder kleingeredet hast. Du hast dich durch deinen Glauben, deine Liebe und deine Hoffnung grenzenlos den Menschen zugewandt. Wir bitten dich, beschenke uns als deine Nachfolgenden mit diesen Gaben. Wir beten singend: „Christus, dein Licht …“

Sprecherin/Sprecher:
Der „Internationale Tag der Katastrophenvorbeugung“ wird seit 10 Jahren am 13. Oktober begangen. Menschen, die immer wieder Opfer von Katastrophen wie Überschwemmungen, Hurrikans und Tornados sind, sollen durch langfristige Programme geschützt werden. Gleichzeitig will dieser Tag die Weltgemeinschaft daran erinnern, eingefahrene Wege zu verlassen, die zu menschengemachten Katastrophen führen.

Liturg/Liturgin:
Jesus Christus, wir bitten dich, zeige uns wie wir mit deinem Geist neue Wege gehen können. Du legst uns nicht auf unser Gestern fest, sondern zeigst wie wir neu werden können, wenn wir uns auf dich verlassen und umkehren. Wir beten singend: „Christus, dein Licht …“

Sprecherin/Sprecher:
Hintereinander liegen in dieser Woche am 15. Oktober der „Internationale Tag für die Frauen in ländlichen Gebieten“, am 16. Oktober der „Internationale Welternährungstag“ und am 17. Oktober der „Internationale Tag für die Beseitigung der Armut“. Diese Aufzählung ist ein Dreiklang. Die großen Fragen der Welternährung sind mit dem Schicksal der Frauen auf dem Land und mit den Armen verbunden.

Liturg/Liturgin:
Jesus Christus, mit Danksagung hast du Brote und Fische als Zeichen des Lebens in die Hand genommen und ein Beispiel zum Teilen gegeben. Wir bitten dich, lass uns vor den großen Aufgaben unserer Zeit nicht resignieren. Lass uns erkennen, dass wir durch solidarisches Leben alle satt werden können und genug für alle da ist. Wir beten singend: „Christus, dein Licht …“

Bitte um Frieden in Nord-Syrien

Gott des Lebens,
verstörend hören wir die Worte zu Nord-Syrien aus der Türkei: „Militär-Offensive“, „Truppenverlegung“, „Ansiedlung von Flüchtlingen“, „Austausch der Bevölkerung“, „Sicherheitszone“. Das sind Worte, die die Sprache des Todes in sich tragen.
Unsere Seele ist unruhig, deshalb beten wir zu dir für die Menschen, die in dieser Region leben und sich nach Frieden sehnen.
Wir beten für alle, die in diesen Tagen Entscheidungen fällen, dass sie Ehrfurcht vor dem Leben haben und es schützen wollen.
Stärke alle, die als Helfende in dieser Region leben, dass sie nicht zwischen die Fronten geraten, sondern Erste Hilfe leisten können und die Not lindern.
Wir bitten dich, lass bei allen die Erkenntnis wachsen, dass durch Waffengewalt kein Frieden erzwungen werden kann.
Lass in unserem Land und in der Politik diese Erkenntnis reifen, damit ein Verbot von Rüstungsexporten in Kraft tritt.
Zu dir rufen wir: Gott des Lebens, erbarme dich.