Griechenland ++ Nothilfe für Flüchtlinge

Die Sorge über einen Covid-19 Ausbruch in den Flüchtlingslagern Griechenlands wächst. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt ein Krankenhaus auf der griechischen Insel Chios.
Die Bedingungen im Flüchtlingslager auf der Insel  Chios sind katastrophal. Die Angst vor dem Coronavirus wächst.
Die Bedingungen im Flüchtlingslager auf der Insel Chios sind katastrophal. Die Angst vor dem Coronavirus wächst. Foto:Hermann Bredehorst/Diakonie Katastrophenhilfe

Der Covid-19 Virus ist längst in den griechischen Flüchtlingslagern angekommen, sowohl auf dem Festland als auch auf den griechischen Inseln. Da die Menschen auf engstem Raum unter katastrophalen Bedingungen leben, ist die Eindämmung hier noch viel herausfordernder, als diese  generell ohnehin schon ist . Auf Chios leben beispielsweise 5.500 Flüchtlinge in einem Lager, dass für maximal 1.200 Menschen ausgerichtet ist. Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen oder die Wahrung von Distanz sind in dieser Umgebung nicht möglich. Chios befindet sich bereits in der zweiten Welle der Pandemie - das Lager wurde in Quarantäne gestellt nachdem bei Testungen immer mehr positive Fälle zutage traten.

Geschwächtes Gesundheitssystem nach jahrelanger Wirtschaftskrise

Aufgrund der langen wirtschaftlichen Krise im Land wurden die öffentlichen Spitäler sprichwörtlich krankgespart, viele Ärzte wanderten ab. Zudem kam, dass in den letzten fünf Jahren das ohnehin schon äußerst schwache Gesundheitssystem Griechenlands noch über eine Million Flüchtlinge und Migranten mitzuversorgen hatte.

Hilfe für das einzige Krankenhaus auf Chios

Gemeinsam mit der langjährigen Partnerorganisation IOCC (International Orthodox Christian Charities) unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe das Spital auf Chios. Mit nur 100 Betten und wenigen ÄrztInnen muss das Krankenhaus 52.000 EinwohnerInnen sowie 5.500 Geflüchtete versorgen. Um für einen Corona-Ausbruch gerüstet zu sein unterstützen wir mit Hygieneartikeln sowie medizinischen Hilfsgütern und -Geräten. Zwei Defilibratoren wurden bereits geliefert, um die Versorgung von Intensivmedizinischen Fällen zu gewährleisten.

Projektpartner: IOCC
Finanziert durch: Spenden