Sonntag Palmarum

28. März 2021

„Hilf doch! – „Hoschia Na!“

Christus, du Sanftmütiger, du Gerechter, du Friedensbringer. Du bist in Jerusalem auf einem Esel eingezogen und Menschen auf der Straße haben dir hoffnungsvoll zu gerufen „Hilf doch! – „Hoschia Na!“. Auch wir bitten dich, komm uns auf unseren Lebenswegen zum Greifen nahe mit deinem Frieden, der zur Gerechtigkeit führt.

Wir bitten dich für die Menschen, die weltweite gezwungen sind auf der Straße zu leben, unbehaust, auf den Fluchtwegen weg von ihrer bedrückenden und tödlichen Umgebung.

Wir denken an sie und vereinen uns mit ihnen in dem Ruf: „Hilf doch! – „Hoschia Na!“

Im Rohingya-Camp in Bangladesch mussten mehr als 8.000 Familien vor den ausgebrochenen Feuern Anfang der vorigen Woche fliehen. Sie sind obdachlos geworden und ihre Gesundheitseinrichtung wurde komplett zerstört.

Christus, du bist sanftmütig und kannst beides, dich mit dem Herzen erbarmen und mutig für Veränderungen einschreiten. Wir klagen dir die Not und rufen: „Hilf doch! – „Hoschia Na!“

In Somalia sind 2,7 Millionen Menschen von einer schweren Hungerkrise bedroht, darunter 840 000 Kinder unter 5 Jahren. Es herrschen Überflutungen und Dürren, Heuschreckenplage, Corona-Pandemie und Lungenentzündung, Durchfall und Malaria, die tödliche Krankheiten geworden sind durch die Armut.

Christus, du bist gerecht und kannst teilen, dass genug für alle da ist. Wir klagen dir die Not und rufen: „Hilf doch! – „Hoschia Na!“

Im westafrikanischen Niger, an der Grenze zu Mali, steigt die Zahl der Toten auf über 130 Menschen nach bewaffneten Angriffen. Am vorigen Wochenende drangen Täter bei dem Angriff auf Motorrädern in drei Ortschaften und mehrere Nomadensiedlungen in der abgelegenen Wüstenregion Tillia ein und schossen um sich.

Christus, du kannst Frieden bringen, so dass nicht Hass die Herzen regiert. Wir klagen dir die Not und rufen: „Hilf doch! – „Hoschia Na!“

Christus, du Sanftmütiger, du Gerechter, du Friedensbringer. Noch immer warten Menschen auf den Straßen dieser Welt sehnsüchtig auf dich und rufen: „Hilf doch! – „Hoschia Na!“ Wir bitten dich, lass uns nicht Zuschauende sein und lass uns nicht das Schreckliche normal finden, sondern führe uns auf den Weg zur Gerechtigkeit in die Gemeinschaft zu ihnen.