Ökumenischer Schöpfungstag / Weltalphabetisierungstag

2. September 2018

 

Ökumenischer Schöpfungstag am 1. September

Zwischen den Fürbitten kann gesungen werden:
„Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht bringe ich vor dich. Wandle sie in Weite: Herr, erbarme dich.“ (Gesangbuch der Studierenden-Gemeinde: „Durch Hohes und Tiefes“ Nummer 163)

Sprecherin/Sprecher:
Am 1. September begehen die Christinnen und Christen in Österreich den ökumenischen Tag der Schöpfung. Es ist der Aufruf, Gott für das Werk seiner Schöpfung zu danken und angesichts der vielfältigen Bedrohungen, denen die Umwelt durch menschliches Fehlverhalten ausgesetzt ist, zu geistlicher Umkehr und einem neuen Handeln zu finden.

Liturgin/Liturg:
Gott des Lebens, wir können den Klimawandel in unseren Vorgärten sehen, Dürre auch in unserem Land. Wir bitten dich um Einsicht, dass ein „weiter so“ tödliche Folgen hat. Schenke uns das Umdenken zum achtsamen Leben mit allen Geschöpfen und zum sorgsamen Umgang mit den uns anvertrauten Gütern. Wir bitten: Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht …

Sprecherin/Sprecher:
Christinnen und Christen nehmen in persönlichen Andachten und in Gemeinschaft die Welt ins Gebet. Durch die Arbeit von Hilfsorganisationen und Initiativen ist das Wirken der Liebe Gottes in unserer Welt, auch in den Katastrophengebieten, sichtbar. Wir denken besonders an die Menschen, die durch heftige Monsun-Regenfälle im indischen Bundesstaat Kerala in den Wasserfluten ums Leben gekommen sind.

Liturgin/Liturg:
Gott des Lebens, sei du mitten in den Hochwassergebieten mit deiner Gegenwart, damit Trost und Zuversicht Kräfte zum Leben und zum Helfen wecken. Lass uns erkennen, dass wir durch deine Liebe Geschwister auf dieser einen Erde sind und wenn ein Glied leidet, unsere Hilfe gefragt ist. Lass uns als deine Kinder den weltweiten Klimawandel nicht leugnen, sondern Schritte zur Bewahrung der Schöpfung gehen. Wir bitten: Meine engen Grenzen, meine kurze Sicht …


Weltalphabetisierungstag am 8. September 2018

Die UNESCO hat 1965 bei der Weltkonferenz zur Beseitigung des Analphabetentums den 8. September als Weltalphabetisierungstag beschlossen, der 1966 erstmals begangen wurde.

Sprecherin/Sprecher:
In allen Bundesländern ist der Anfang des Schuljahres ein besonderes Datum, an dem in Gottesdiensten die Schulkinder gesegnet werden. Am 8. September wird seit über 50 Jahren der internationale Weltbildungstag begangen. Er erinnert uns heute daran, dass derzeit weltweit 263 Millionen Kinder und Jugendliche keine Schule besuchen können.

Liturgin/Liturg:
Jesus Christus, wir sind dankbar für die Gemeinschaft, in der Lehrerinnen und Lehrer Wege für ein selbstständiges und erfülltes Leben für Kinder und Jugendliche im Frieden einüben können. Es schmerzt uns, wenn wir erleben und hören, wo diese Gemeinschaft fehlt. Deshalb bitten wir dich, der du Kinder besonders beachtest und dich ihnen zugewendet hast, lass sie deine Liebe spüren:

In den zerstörten Kriegsgebieten, wo Sicherheit und Klassenzimmer fehlen.
In den von Hunger und Armut gekennzeichneten Gebieten, wo die Kraft für den Schulweg und die Mittel für Schulgebäude und Personal fehlt.
In den Flüchtlingslagern, wo traumatisierte Kinder und Jugendliche erschöpft und ohne Zugang zur Bildung aufwachsen.
In den Familien, die in unserem Land leben und für die alles neu ist; die Sprache, der Ort, die Gemeinschaft.
Und unter den Kindern und Jugendlichen, die allein ohne Eltern geflohenen sind und ohne Familienfürsorge unter uns leben.

Jesus Christus, segne uns alle mit deiner Liebe, dass wir in der Gemeinschaft für- und miteinander auf dem Weg sind. Lass uns ein Segen füreinander sein, in der Unterschiedlichkeit und Vielfalt unseres Aussehens, der Herkunft und Begabung.

Wir bitten: Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen… (Evangelisches Gesangbuch 170)