Heiligabend

24. Dezember 2018

Weil wir alle uns nach Frieden sehnen,
danken wir dir heute Abend,
an dem wir wieder sehen und hören können,
wie du Frieden ausrufst in alle Welt;

mache uns selbst du Boten deines Friedens,
wie die Hirten auf den Feldern von Bethlehem
lass uns umkehren und dich loben,froh und gewiss,
dass du jede und jeden von uns rufst und stärkst,
uns für den Frieden stark zu machen,
zuhause, in unseren Familien zuerst,
und dann ebenso froh und gewiss
dort, wo immer du uns brauchst
bei den Menschen, an denen du Wohlgefallen hast,
ohne Ausnahme.

Darum lass auch die Gaben, die wir zusammenlegen heute Abend
Für Brot für die Welt, dem Frieden dienen,
weil Menschen durch sie ihre Würde wieder finden
und selbst Friedensboten werden,
wo immer sie leben auf deinem Erdkreis.

Heiliger Abend 2018
„Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht, und über denen, die da wohnen im finstern Lande, scheint es hell.“ Jesaja 9,1

Der Friedefürst wird verheißen
Zwischen den Fürbitten, während die Kerzen angezündet werden, kann das Lied gesungen werden: „Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein´ neuen Schein; es leucht´ wohl mit-ten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis.“ EG 23,4

Sprecherin/ Sprecher:
In der Fürbitte dieser Nacht zünden wir ein Lichter für jeden Kontinent an. Wir denken an Menschen, die in ihrer dunklen Welt durch die Geburt Jesu einen neuen Schein in ihrem Le-ben erhoffen. Auf jedem Kontinent nennen wir stellvertretend ein Land.

Ozeanien - Indonesien: Im September starben auf der indonesischen Insel Sulawesi über 2.000 Menschen durch Erdbeben und dem darauffolgenden Tsunami. Straßenzüge und Dör-fer versanken in der Erde.

Liturgin/Liturg: Gott, der du Mensch geworden bist, tröste die Trauernden und leuchte mitten in der Nacht der Verzweiflung. Schenke den Helfenden Kraft zum Beistand in der Not.

Wir bitten singend:
„Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein´ neuen Schein; es leucht´ wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis.“

Asien - Jemen: Vier Jahre nachdem Konflikt zwischen der Regierung Jemens und den Houthi-Rebellen ist eine Waffenruhe und der Rückzug aller Streitkräfte für die Stadt und den Hafen von Hudaydah vereinbart. Über den Hafen ist der Weg jetzt frei, dass 24 Millionen Menschen humanitäre Hilfe erhalten können.

Liturgin/Liturg: Gott, der du Mensch geworden bist, lass den Hoffnungsschimmer auf Frieden nicht verlöschen, damit Lebensmittellieferungen die hungernden Menschen erreichen können. Stärke die Friedenskräfte in der internationalen Gemeinschaft.

Wir bitten singend:
„Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein´ neuen Schein; es leucht´ wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis.“

Europa - Mittelmeer: Es ist die derzeit tödlichste Migrationsroute der Welt. Mehr als 1.000 Menschen sind in den letzten Monaten ertrunken. Rettungsmaßnahmen werden nicht einge-leitet und Notrufe nicht an jene weitergegeben, die zur Hilfe bereit und imstande wären.

Liturgin/Liturg: Gott, der du Mensch geworden bist, sei im Boot der Menschen und nimm dich ihrer an. Lass die Hilferufe unsere Herzen erreichen und mit unseren Taten geflüchteten Menschen überall beistehen.

Wir bitten singend:
„Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein´ neuen Schein; es leucht´ wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis.“

Lateinamerika - Nicaragua: Seit acht Monaten sind bei Protesten gegen die Regierung Ni-caraguas über 528 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 4.100 wurden verletzt.

Liturgin/Liturg: Gott, der du Mensch geworden bist, höre die verzweifelten Schreie der Men-schen nach Freiheit und Leben in Würde. Schenke den Regierenden Einsicht und Friedens-willen, damit menschliches Leben möglich wird.

Wir bitten singend:
„Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein´ neuen Schein; es leucht´ wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis.“

Afrika - Sierra Leone zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Nur die Hälfte aller Kinder geht zur Schule. Die Familien brauchen die Arbeitskraft der Kinder zum Überleben.

Liturgin/Liturg: Gott, der du Mensch geworden bist, sei den Kindern ein Freund des Lebens. Lass auch uns menschlich werden und unseren Besitz als Kinder des Lichtes teilen.

Wir bitten singend:
„Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein´ neuen Schein; es leucht´ wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis.“

Nordamerika - Mexiko: In der mexikanischen Grenzstadt Tijuana leben 6.000 Menschen, die vor der Gewalt und Armut aus ihrer Heimat geflohen sind und auf Asyl in den Vereinigten Staaten hoffen. Die USA und Mexiko haben für Ende Januar ein bilaterales Treffen geplant.

Liturgin/Liturg: Gott, der du Mensch geworden bist, sei Retter in der Not und halte eine schützende Hand über die Menschen, die geflohen sind und die Bevölkerung des Ortes. Gib Weisheit, damit friedliche Lösungen durch Gespräche und Unterstützung gefunden werden.

Wir bitten singend:
„Das ewig Licht geht da herein, gibt der Welt ein´ neuen Schein; es leucht´ wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Kyrieleis.“