Frieden stiften weltweit

16. September 2018

 

Frieden stiften weltweit
Fürbittgebet mit EG 430 „Gib Frieden, Herr, gib Frieden“. Melodie: Befiehl du deine Wege.

Sprecherin/Sprecher:
Am 21. September ist internationaler Friedenstag, ein Tag des Waffenstillstands und der Gewaltlosigkeit.

Liturgin/Liturg:
Jesus Christus, du bist den Weg der Gewaltlosigkeit gegangen und hast darauf vertraut, dass Gottes Güte mächtiger ist als der Tod. Lass uns aus dieser Hoffnung mutig und weitsichtig in der Liebe leben. Rüttle uns wach, wo wir uns in Sicherheit eingerichtet haben. Lass uns das Klagen, das Weinen und den Schrei nach Gerechtigkeit von unseren Nächsten in der Nähe und Ferne hören.

Wir singen bittend (EG 430, Vers 1):
Gib Frieden, Herr, gib Frieden, die Welt nimmt schlimmen Lauf. Recht wird durch Macht entschieden, wer lügt, liegt obenauf. Das Unrecht geht im Schwange, wer stark ist, der gewinnt. Wir rufen: Herr, wie lange? Hilf uns, die friedlos sind.

Sprecherin/Sprecher:
In Syrien droht eine große Katastrophe in der Provinz Idlib, wenn die am Krieg beteiligten Parteien die Kampfhandlungen nicht einstellen. Drei Millionen Menschen aus Syrien, darunter ein Drittel Kinder, haben dort Schutz gesucht.

Liturgin/Liturg:
Jesus Christus, wir erkennen, wie die Gewaltspirale sich immer weiter dreht mit dem Argument des Kampfes gegen Terrorismus. Wir bitten dich um deinen Geist des Friedens, damit eine diplomatische Lösung des Konflikts gefunden werden kann.

Wir singen bittend (EG 430, Vers 2):
Gib Frieden, Herr, wir bitten! Die Erde wartet sehr. Es wird so viel gelitten, die Furcht wächst mehr und mehr. Die Horizonte grollen, der Glaube spinnt sich ein. Hilf, wenn wir weichen wollen, und lass uns nicht allein.

Sprecherin/Sprecher:
Im Osten Afghanistans wurden mindestens 68 Menschen getötet und 165 durch einen Selbstmordanschlag verletzt. Österreichische Behörden nehmen weiterhin Abschiebungen nach Afghanistan vor. Die UNHCR berichtet, dass sich die Lage in Afghanistan aber weiter zum Schlechten verändert hat, und die sogenannte „interne Fluchtalternative“ nach Kabul nur auf dem Papier existiert.

Liturgin/Liturg:
Jesus Christus, wir sehen in den Nachrichten Bilder von hoffnungslos überlasteten Kliniken und wie selbst auf den Fluren blutüberströmte Menschen behandelt werden. Wir bitten dich, schenke uns Einsicht, wie wir in Achtung vor der Bewahrung menschlichen Lebens ohne Anfeindung miteinander leben können.

Wir singen bittend (EG 430, Vers 3):
Gib Frieden, Herr, wir bitten! Du selbst bist, was uns fehlt. Du hast für uns gelitten, hast unsern Streit erwählt, damit wir leben könnten, in Ängsten und doch frei, und jedem Freude gönnten, wie feind er uns auch sei.

Sprecherin/Sprecher:
Weltweit sind Menschen auf der Flucht, sie alle hoffen auf ein friedvolles Leben. Am Weltfriedenstag erinnern sich Christinnen und Christen daran, dass Jesus Christus Bewahrung und Rettung aus höchster Todesnot gegen menschliche Übermacht schaffen und schenken kann.

Liturgin/Liturg:
Jesus Christus, du schenkst Trost und Hoffnung, wo Verzweiflung und Not herrschen. Lass uns an allen Enden der Erde erfahren, wie wir von dir und den Mitmenschen im Gebet und in unserem Handeln gehört und begleitet werden.

Wir singen bittend (EG 430, Vers 4):
Gib Frieden, Herr, gib Frieden: Denn trotzig und verzagt hat sich das Herz geschieden von dem, was Liebe sagt! Gib Mut zum Händereichen, zur Rede, die nicht lügt, und mach aus uns ein Zeichen dafür, dass Friede siegt.