Schuleröffnung in Sorinsk lässt Hoffnung auf Frieden wachsen

Mittwoch, 19. April 2017
Ein Lokalaugenschein von Otto Hirsch im wiedereröffneten Gymnasium ZORINSK.

Die Stadt Sorinsk liegt auf dem Gebiet der früheren Ostukraine, jetzt Volksrepublik Lugansk. Von September 2014 bis Februar 2015 wurde die Stadt durch die ukrainischen Streitkräfte beschossen, wobei fünf Zivilisten ums Leben kamen. Wohnhäuser wurden zerstört, das Gebäude des städtischen Krankenhauses wurde schwer beschädigt. Auch die ortsansässige Schule wurde durch die Bombardments verwüstet. An einen Unterricht war nicht mehr zu denken.

Im Februar 2017, zwei Jahre nach der schweren Zerstörung, wurde die Schule wieder eröffnet. Dank einer Kooperation des Rotary Club Schärdings, der PfadfinderInnen Oberösterreich, der Hirsch Beteiligungs GmbH und privater Spenden, konnten unter Koordination der Diakonie Austria die Kosten für die notwendige Renovierung zur Verfügung aufgebracht werden. Otto Hirsch, Geschäftsführer der Hirsch Beteiligungs GmbH war vor Ort und hat am Karfreitag die neueröffnete Schule besucht und berichtet:

Auf die Frage des Bürgermeisters in der 3. Klasse Volksschule, wieviel Kinder während der Kämpfe um die Ostukraine 2015 und 2016 sich im Keller versteckt hielten, gehen alle Hände in die Höhe. doch jetzt gibt es im neu renovierten Schulgebäude wieder Hoffnung auf Normalität und Frieden.
Otto Hirsch

Bericht vom Besuch in Sorinsk von Otto Hirsch

Im Mai 2016, beim Besuch der Ortschaft Zorinsk, nahe Debaltseve, zeigte uns die Schuldirektorin Frau Julia Boguzkaia und der Bürgermeiste Aleksei Schalan die durch eine Granate zerstörte Schule. Mit einfachen Mitteln, aber mit viel Enthusiasmus hatte der Wiederaufbau bereits begonnen – die Fertigstellung aller Klassenzimmer und die Schulmöbel waren noch nicht abgesichert.
Die Schulmöbel wurden überwiegend durch eine Tischlerei in der Ostukraine gefertigt – die Bauarbeiten wurden durch zwei regionale Baufirmen und freiwillige Helfern durchgeführt – und das alles in Rekordzeit.

Am Karfreitag, 14.04.2017 konnten wir den Unterricht und die Jugendlichen in der Volksschule, sowie dem Gymnasium ZORINSK besuchen.       

Hoffnung auf Frieden beginnt nicht erst, wenn staatstragende Verträge von überwiegend Unbeteiligten unterschrieben werden, sondern wenn Menschen über Grenzen hinweg Freundschaft schließen und an einer gemeinsamen Zukunft in Frieden bauen.

  • Die gibt den Kindern wieder ein wenig Normalität in ihrem Alltag und stärkt die Hoffnung auf Frieden in der Region. ©Otto Hirsch
    Heute, 2 Jahre nach der Zerstörung, ist der Schulalltag wieder eingekehrt und gibt den Kindern ein Stück Normalität zurück.
  • 2015 - Durch den schweren Beschuss wurde das bestehende Schulhaus schwer beschädigt. Ein Unterricht war unmöglich.
    Vor der Renovierung glich die Schule einer Bauruine. Ein Unterricht war undenkbar.
  • Mit vereinten Kräften konnte die Schule wieder errichtet werden. ©Otto Hirsch
    Mit vereinten Kräften konnte die Schule wieder errichtet werden. ©Otto Hirsch