SYRIEN ++ „Ich danke Gott für eure Hilfe“

Montag, 26. Juni 2017
Mitarbeiterinnen der Partnerorganisation IOCC/DERD überreichen die Medikamente persönlich an die betroffenen Familien. ©IOCC/DERD
Mitarbeiterinnen der Partnerorganisation IOCC/DERD überreichen die Medikamente persönlich an die betroffenen Familien. ©IOCC/DERD

Aus Homs geflüchtet

“Wir wurden über Nacht zu Flüchtlingen. Unser Haus wurde zerbombt. Die Hoffnung auf ein normales Leben haben wir ab diesem Zeitpunkt verloren. Der Krieg hat unsere Träume zerstört”, erzählt Salem, als er im Büro der Partnerorganisation IOCC/DERD mit einer Mitarbeitern spricht. Bis vor ein paar Monaten lebte er noch mit seiner Familie in der syrischen Stadt Homs. Früher ein florierender und lebendiger Ort, gleichen heute ganze Stadtteile einer zerbombten Geisterstadt. Seinen Tischlereibetrieb musste Salem schon vor einiger Zeit schließen. Ohne ein geregeltes Einkommen ist die Familie auf Hilfspakete mit Lebensmitteln und Hygieneartikeln von NGOs angewiesen. “Heute leben wir von der kleinen Pension meines Vaters. Nur so können wir uns noch ein Dach über dem Kopf leisten”, erzählt er.

Krankheit erschwert Alltag

Zur dramatischen Lage der Familie kommt hinzu, dass der Vater von Salem ein Herzpatient ist und regelmäßig Medikamente einnehmen muss. “Medikamente sind durch den Krieg extrem teuer geworden. Für uns ist das ein Luxus, den wir uns nicht mehr leisten konnten.“, ergänzt Salem. Aufgrund der andauernden Kämpfe ist die medizinische Betreuung im Land in sich zusammengebrochen. Laut WHO sind nur noch rund 41 % der öffentlichen Krankhäuser in Betrieb und für Patienten zugänglich, 33 % sind eingeschränkt funktionstüchtig und 26 % der Krankenhäuser sind ganz zerstört. Im Schnitt steht 325.000 Syrern ein Krankenhaus zur Verfügung.

Viele schlaflose Nächte habe ich überlegt wer mir Geld borgen kann, um Medikamente für meinen Vater zu kaufen. Dann habe ich von eurem Programm gehört. Eure Hilfe ist wie ein Geschenk Gottes für mich.
dankt Salem, als er die lebenswichtigen Medikamente für seinen Vater überreicht bekommt.

Notversorgung rettet Leben

Gemeinsam mit dem lokalen Partnern IOCC/DERD unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe Menschen mit chronischer Erkrankung in Syrien. Über das Netzwerk werden besonders bedürftige Personen identifiziert und mit entsprechenden Medikamenten versorgt. Für Menschen mit Krebserkrankung werden Chemotherapie-Medikamente, Immunsupressiva und die begleitende Betreuung zur Verfügung gestellt. Die Medikamente werden über ausgewählte Apotheken zur Verfügung gestellt bzw. entsprechend geliefert.