Syrien ++ Hilfe für die Schwächsten

Donnerstag, 15. Dezember 2016
  • Ein Mitarbeiter von IOCC/GOPA versorgt Schwerkranke mit lebensnotwendigen Medikamenten. ©IOCC/GOPA
    Ein Mitarbeiter von IOCC/GOPA versorgt Schwerkranke mit lebensnotwendigen Medikamenten. ©IOCC/GOPA
  • Für das Ehepaar Fawzat helfen die Medikamente trotz all der Not hoffnungsvoll zu bleiben. ©IOCC/GOPA
    Für das Ehepaar Fawzat helfen die Medikamente trotz all der Not hoffnungsvoll zu bleiben. ©IOCC/GOPA
Die Welle der Gewalt findet in Syrien und dem Irak kein Ende. Der syrische Bürgerkrieg ist im sechsten Jahr noch unüberschaubarer und gewalttätiger geworden – eine humanitäre Katastrophe für die gesamte Region. Besonders dramatisch ist die Lage für Menschen mit chronischen Krankheiten, die einer stetigen Behandlung bedürfen. Aktuell sterben in Syrien schätzungsweise ebenso viele Menschen an nicht behandelten chronischen Krankheiten wie an Kriegsverletzungen.

Medizinische Versorgung in Syrien

Zusammen mit der lokalen Partnerorganisation International Orthodox Christian Charities (IOCC) wird aktuell ein Projekt für Menschen mit schweren chronischen Krankheiten umgesetzt. Dabei handelt es sich um die Gesundheitsversorgung von chronisch Kranken oder Krebspatienten, die ohne Medikamente nicht oder nur mit hohem Gesundheitsrisiko überleben können. In Zusammenarbeit mit Apotheken und medizinischen Einrichtungen vor Ort stellt IOCC lebensnotwendige Arzneimittel für die Betroffenen zur Verfügung – sie hätten sonst weder Zugang noch die nötigen finanziellen Mittel für die Therapie. Viele Menschen, die an Krebs oder einer chronischen Krankheit wie Diabetes und Immunkrankheiten leiden, können nun medizinisch versorgt werden. Durch das Projekt werden insgesamt 585 chronisch Kranke in verschiedenen Teilen des Landes versorgt. Es wird ausschließlich mit Spendenmitteln finanziert.

Ich sah meinen Bruder schon vor meinen Augen sterben und konnte nichts tun, bis Gott uns IOCC sandte.
Erzählt die 46jährige S.A. aus Damaskus die ihren Bruder mit Medikamenten versorgt.

Hoffnung für Familie Fawzat

Das Leben, wie von Familie Fawzat aus As-Sweida im Südwesten Syriens geschildert, ist schwer. Nach langen Jahren der Arbeit und des Aufbaus kam der Krieg. Der Vater verlor seine Arbeit, die Kinder verließen ihr Zuhause um ein Auskommen zu finden.

Schon lange leidet der Vater an Bluthochdruck und Diabetes. Ein Bein hat er schon verloren, das zweite ist in Gefahr, ebenfalls amputiert zu werden. Er kann sein Bett nicht verlassen und benötigt einen Katheter.
Seine Frau leidet an Typ 2 Diabetes und benötigt dringend regelmäßig Insulin. Niemand half dem alten Ehepaar, nur ein unweit lebender Verwandter gab ihnen etwas Geld für Lebensmittel. IOCC/GOPA, Projektpartner der Diakonie Katastrophenhilfe, versorgt das Ehepaar mit den für sie überlebenswichtigen Medikamenten – mit Tränen in den Augen nehmen sie die Hilfe entgegen.   

So können Sie helfen

Das Projekt wird ausschließlich über Spenden finanziert. Mit einem Beitrag von € 100,- können wir einen chronischkranken Patienten mit Medikamenten versorgen. Jede Hilfe sichert ihr Überleben in den kommenden Wochen und Monaten.