SYRIEN/IRAK ++ Die größte Katastrophe ist das Vergessen

Dienstag, 7. Juli 2015
  • 12 Millionen Menschen aus Syrien und dem Irak sind auf der Flucht. Mehr als 16 Millionen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. ©Christoph Püschner/DKH
    12 Millionen Menschen aus Syrien und dem Irak sind auf der Flucht. Mehr als 16 Millionen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. ©Christoph Püschner/DKH
  • Mohamed mit seiner Tochter Lilas. Zusammen mit seiner Familie floh Mohamed aus Qamischli, einer Kleinstadt im Nordosten Syriens. Zur Zeit leben sie im Flüchtlingslager Kawargosk. Wir dürfen Mohamed und Lila nicht vergessen! ©Christoph Püschner/DKH
    Mohamed mit seiner Tochter Lilas. Zusammen mit seiner Familie floh Mohamed aus Qamischli, einer Kleinstadt im Nordosten Syriens. Zur Zeit leben sie im Flüchtlingslager Kawargosk. Wir dürfen Mohamed und Lila nicht vergessen! ©Christoph Püschner/DKH
  • Rihan mit ihrer Nichte Mavin. Beide stammen aus der syrischen Stadt Al-Hasaka in Nordsyrien. Seit ihrer Flucht leben sie im Flüchtlingslager Kawargosk. Wir dürfen Rihan und Mavin nicht vergessen! ©Christoph Püschner/DKH
    Rihan mit ihrer Nichte Mavin. Beide stammen aus der syrischen Stadt Al-Hasaka in Nordsyrien. Seit ihrer Flucht leben sie im Flüchtlingslager Kawargosk. Wir dürfen Rihan und Mavin nicht vergessen! ©Christoph Püschner/DKH
  • Awas stammt aus Mabede, einem Dorf im Norden Syriens. Im Eingang zum Fluechtlingszelt befindet sich eine Kochnische. Zusammen mit ihrer Familie lebt Awas im Fluechtlingslager Kawargosk. Wir dürfen Awas nicht vergessen! ©Christoph Püschner/DKH
    Awas stammt aus Mabede, einem Dorf im Norden Syriens. Im Eingang zum Fluechtlingszelt befindet sich eine Kochnische. Zusammen mit ihrer Familie lebt Awas im Fluechtlingslager Kawargosk. Wir dürfen Awas nicht vergessen! ©Christoph Püschner/DKH

Mit der Aktion „Die größte Katastrophe ist das Vergessen“ rückt die Diakonie Katastrophenhilfe jedes Jahr humanitäre Krisen in den Vordergrund die wenig bis gar keine Beachtung mehr in der Öffentlichkeit und den Medien finden. Es sind dabei vor allem die lang anhaltenden, gewaltsam ausgetragenen Konflikte auf der ganzen Welt, die so gut wie gar nicht wahrgenommen werden. Die Folgen dieser Konflikte sind jedoch verheerend: Viele Millionen Unschuldige werden aus Ihrer Heimat vertrieben, geraten zwischen Fronten, verlieren all ihr Hab und Gut, Angehörige, ihre Lebensgrundlage. Betroffen sind alle: jung und alt, Frauen und Männer, Kinder und Kranke. 

Syrien/Irak - Die größte Flüchtlingskatastrophe unserer Zeit

Der Krieg in Syrien und die gewaltsamen Auseinandersetzungen im Irak haben unvorstellbares Leid zur Folge und bedrohen die Sicherheitslage des gesamten Nahen Ostens. Seit mehr als 4 Jahren kommt die Region nicht mehr zu Ruhe. Millionen Menschen sind dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Seit Ausbruch des Krieges in Syrien und durch den gewaltsamen Vormarsch der terroristischen Miliz Islamischer Staat in den Irak, hat sich die Lage der Bevölkerung in der Region immer weiter verschlechtert. Nicht nur die geflohene Bevölkerung leidet unter dem täglichen Überlebenskampf und der fehlenden Perspektive. Über die Jahre haben auch die Menschen der aufnehmenden Gastländer die negativen Auswirkungen der dauerhaften Krise zu spüren bekommen. Ein Ende der dramatischen Situation ist vorerst nicht absehbar.

Hilfsprogramme der Diakonie Katastrophenhilfe in Syrien und im Irak

Im Frühjahr 2012 – wenige Monate nach Beginn des Krieges in Syrien - startete die Diakonie Katastrophenhilfe ihr Hilfsprogramm für Menschen, die aufgrund der schweren Kämpfe innerhalb des Landes vertrieben wurden oder in den Nachbarstaaten Jordanien, Libanon, Türkei und Irak Schutz suchen.

Als humanitäre Hilfsorganisation helfen wir ALLEN Menschen. Wir unterscheiden nicht nach Religion und Herkunft. Unsere Hilfe orientiert sich an der Bedürftigkeit. Wir sichern das Überleben dieser Menschen in der gesamten Krisenregion gemeinsam mit unseren lokalen Partnern. Schon mit einfachen Mitteln kann sehr viel erreicht werden. Wir leisten nicht nur Soforthilfe mit lebensnotwendigen Hilfsmitteln, helfen bei der Suche nach einer Unterkunft, sondern leisten auch psychosoziale Arbeit und stehen so den Menschen vor Ort bei.

Für unsere Arbeit vor Ort brauchen wir Ihre Hilfe

Um noch mehr Menschen zu erreichen, ist die Diakonie Katastrophenhilfe zusammen mit ihren Partnerorganisationen auf Spenden angewiesen. Mit zusätzlichen Mitteln können die laufenden Maßnahmen weiter unterstützt und ausgebaut werden. Längerfristig gehört dazu die Sicherung des Lebensunterhalts in Form von Einkommen schaffenden Maßnahmen und beruflicher Aus- und Weiterbildung, die Förderung von Schulkindern, Gesundheits- und Ernährungsberatungen.

Ein Zeichen setzen gegen das Vergessen

Mit der Aktion „Die größte Katastrophe ist das Vergessen“ macht die Diakonie Katastrophenhilfe auf die Situation der Menschen in Syrien und dem Irak aufmerksam. Dazu bieten wir verschiedene Materialien an, die Sie sich auf unseren Internet-Seiten herunterladen können. Angefangen von unserem Aktions-Motiv, über Text-Bausteine für Gottesdienste und Veranstaltungen bis hin zu konkreten Informationen über unsere laufenden Hilfsprojekte finden Sie dort ein reiches Angebot.

Aktuelle Zahlen zur Krise (Juni 2015)
  ++ 7,6 Millionen Menschen sind innerhalb Syriens auf der Flucht.
  ++ 12,2 Millionen Menschen in Syrien sind insgesamt auf humanitäre Hilfe angewiesen.
  ++ 4 Millionen Syrerinnen und Syrer flohen Richtung Jordanien, Libanon, Türkei, Irak und Nordafrika.
  ++ 2,7 Millionen Irakerinnen und Iraker sind innerhalb ihres Landes auf der Flucht.
  ++ 5,2 Millionen Menschen im Irak sind insgesamt auf humanitäre Hilfe angewiesen.
  ++ 500.000 Menschen sind Schätzungen zufolge 2014 aus dem Irak geflohen.