Südasien ++ Nothilfe für Flutopfer

Montag, 4. September 2017
  • Jiwan Rai, ein Mitarbeiter von UMN, lädt Reissäcke in einem Lagerhaus ab. Sie werden später an die Flutopfer verteilt. ©Ramesh Maharjan/ UMN
    Jiwan Rai, ein Mitarbeiter von UMN, lädt Reissäcke in einem Lagerhaus ab. Sie werden später an die Flutopfer verteilt. ©Ramesh Maharjan/ UMN
Das ganze Ausmaß der Zerstörung ist in den letzten Tagen sichtbar geworden: In Nepal sind ganze Gemeinden von der Außenwelt abgeschnitten und nur per Helikopter erreichbar. Mehr als 65.000 Häuser wurden zerstört und Straßen, Brücken, Schulen und Krankenhäuser schwer beschädigt. In einigen Regionen wurden die stärksten Regenfälle seit 60 Jahren gemessen. Inzwischen mussten mehr als 461.000 Menschen ihr Zuhause verlassen – zu groß sind die Schäden an ihren Häusern.

Doch nicht nur die Infrastruktur im Süden des Landes ist schwer beschädigt: Viele Menschen haben ihre Lebensgrundlage verloren. So wurden etwa 80.000 Hektar Ernte zerstört, mehr als 70.000 Nutztiere sind verendet. Diese gilt es nun zu bergen, um die Ausbreitung von Krankheiten zu vermeiden.

Soforthilfe für mehr als 20.000 Flutopfer in Nepal

Die betroffene Bevölkerung benötigt vor allem sauberes Trinkwasser, Notunterkünfte, Alltagsutensilien und Hygieneartikel sowie Hilfe bei der Ernährungssicherung. Die Diakonie Katastrophenhilfe unterstützt gemeinsam mit der langjährigen Partnerorganisation United Mission to Nepal (UMN) mehr als 20.000 Flutopfer in den Regionen Morang, Sunsari, Rupandehi und Nawalparasi. Zu den Hilfsmaßnahmen gehören die Verteilung von Nahrungsmittelpaketen, Materialien zum Bau von Notunterkünften und Hygieneartikeln.

Ein Nahrungsmittelpaket sichert zwei Wochen lang das Überleben einer sechsköpfigen Familie. Es enthält Reis, Zucker, Linsen, Salz, Öl und Kichererbsen. Zu den verteilten Hygieneartikeln gehören beispielsweise Seife, Handtücher, Zahnbürsten und Zahnpasta, Wasserkanister und Moskitonetze.

Viele Menschen in Indien haben alles verloren

Auch der indische Bundesstaat Odisha im Osten des Landes ist von starken Regenfällen betroffen. Sturzfluten um den Fluss Nagabali im Distrikt Rayagada führten zu großflächigen Überschwemmungen. Wasser- und Schlammmassen zerstörten Häuser und landwirtschaftliche Flächen. Viele Familien mussten ihre unbewohnbaren Häuser verlassen und haben sich bis auf weiteres in Behelfsunterkünften eingerichtet. Tagelang waren sie von der Außenwelt abgeschnitten.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist mit dem weltweiten kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT Alliance in Odisha vor Ort, um Nothilfe für die Betroffenen zu leisten. Zusammen mit der langjährigen Partnerorganisation CASA verteilen wir Nahrungsmittelpakete mit Trockennahrung sowie  Plastikplanen und Plastikmatten, mit denen sich die Menschen eine Notunterkunft bauen können.

Weite Teile Bangladeschs sind von der Außenwelt abgeschnitten

Auch die Bevölkerung Bangladeschs leidet unter den starken Regenfällen. Ein Drittel aller Distrikte des Landes ist überschwemmt, viele Straßen und Gleise sind unbefahrbar, Stromleitungen sind unterbrochen.   1,7 Millionen Menschen sind betroffen, mussten ihre Häuser verlassen und haben Schwierigkeiten, sich mit Lebensmitteln und sauberem Wasser zu versorgen.

Über die ACT Alliance leisten wir auch in Bangladesch Nothilfe. Zusammen mit unserer lokalen Partnerorganisation Christian Commission for Development in Bangladesh (CCDB) können wir 24.000 Menschen mit Lebensmitteln versorgen.

So hilft Ihre Spende:

  • Ein Nahrungsmittelpaket für eine 6-köpfige Familie kostet 36 Euro. Es enthält Reis, Zucker, Linsen, Salz, Öl und Kichererbsen und reicht für zwei Wochen.  
  • Ein Paket, das eine Familie mit den notwendigsten Alltagsutensilien und Hygieneartikeln versorgt, kostet 58 Euro. Darin enthalten sind beispielsweise Küchenutensilien, Seife, Handtücher, Zahnbürsten und Zahnpasta, Wasserkanister und Moskitonetze.