Südliches Afrika ++ Hilfe gegen den Hunger

Donnerstag, 11. August 2016
  • Verendetes Vieh der Afar-Nomaden: Verursacht durch die größte Dürre seit 35 Jahren. ©Christof Krackhardt
    Verendetes Vieh der Afar-Nomaden: Verursacht durch die größte Dürre seit 35 Jahren. ©Christof Krackhardt

Das Wetterphänomen El Niño lässt das südliches Afrika austrocknen. Mosambik leidet ebenso wie die Nachbarländer Malawi und Simbabwe derzeit unter einer schweren Dürre. Die Folgen sind Viehsterben und Ernteausfälle.

Den Menschen in Malawi, Simbabwe und Mosambik. fehlt es an Grundnahrungsmitteln wie Getreide, Kleinbauern können ihren Viehbestand nicht mehr füttern und verlieren ihre Lebensgrundlage. In Simbabwe hatte die Regierung schon im Februar dieses Jahres den Notstand ausgerufen. Aktuell liegt die Zahl der von Nahrungsmittelunsicherheit betroffenen Bevölkerung bei vier Millionen. „Viele Menschen müssen mit nur einer Mahlzeit am Tag auskommen“ berichtet Mathew Masinde, der die Projekte der Diakonie Katastrophenhilfe in Süd- und Ostafrika koordiniert.
Alarmierende Zahlen verdeutlichen die dramatische Lage:

  • 14 Millionen Menschen auf Lebensmittelhilfe angewiesen
  • 32 Millionen Menschen von Nahrungsmittelunsicherheit betroffen
  • Schlimmste Dürre seit 35 Jahren
  • Simbabwe: 4 Millionen Menschen von Nahrungsmittelunsicherheit betroffen
  • Mosambik: 1,5 Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen;
  • 500.000 Kleinbauern haben ihre komplette Ernte verloren,
  • 360.000 Rinder gefährdet.

Die Hilfsmaßnahmen 

Die Diakonie Katastrophenhilfe hat die Auswirkungen von El Niño schon seit Sommer 2015 beobachtet und bereits im Herbst 2015 die ersten Hilfsprojekte gestartet, um in besonders betroffenen Regionen eine Hungersnot abzuwenden.

Zusammen mit ihren Partnerorganisationen leistet die Diakonie Katastrophenhilfe in mehreren Ländern Soforthilfe für besonders Bedürftige. So werden beispielsweise in der Afar-Region Äthiopiens Kinder, schwangere Frauen und stillende Mütter mit Spezialnahrung versorgt, um das Überleben zu sichern und Mangelernährung vorzubeugen, die Wachstum und geistige Entwicklung insbesondere von Kindern nachhaltig schädigen kann. Auch im Südsudan, wo sich die Versorgungslage durch den andauernden Konflikt ohnehin drastisch zugespitzt hat, unterstützen wir die betroffene Bevölkerung: Damit die Kinder wieder lernen können, stellen wir in Schulspeisungen täglich 15.000 nährstoffreiche Mahlzeiten bereit.

In Simbabwe leistet die Diakonie Katastrophenhilfe Nahrungsmittelhilfe für 62.000 Menschen. Dabei erhalten stark bedürftige Haushalte Nahrungsmittelgutscheine, mit denen sie am dringendsten benötigten Grundnahrungsmittel einkaufen können. In Mosambik werden 9 der am schlimmsten von der Dürre betroffenen Gemeinden mit Trinkwasser zum trinken und kochen versorgt. Außerdem werden die Gemeinden in Brunnenbau, Wasseraufbereitungs- und Regenauffangmaßnahmen unterstützt.