Flucht aus Mossul

Montag, 17. Oktober 2016
  • Flüchtlinge aus Mosul kommen im Debaga Camp an und werden über Partnerorganisationen aus der ACT Alliance mit Hilfsgütern versorgt. ©LWF / Seivan M.Salim
    Flüchtlinge aus Mossul kommen im Debaga Camp an und werden über Partnerorganisationen aus der ACT Alliance mit Hilfsgütern versorgt. ©LWF/Seivan M.Salim
  • Vor allem Familien mit Kindern kommen geschwächt in den vorbereiteten Flüchtlings-Camps rund um Mossul an.©LWF / Seivan M.Salim
    Vor allem Familien mit Kindern kommen geschwächt in den vorbereiteten Flüchtlings-Camps rund um Mossul an.©LWF / Seivan M.Salim
  • Die Menschen, die es geschafft haben, vom Berg Sindschar in den Nordirak zu kommen brauchen weiter Hilfe!
    Wie zuletzt im August 2014, nach der Flucht von zehntausenden Jesiden aus Syrien in den Nordirak, fürchten die Vereinten Nationen erneut eine humanitäre Katastrophe. ©REACH
Seit Juni 2014 ist die irakische Stadt Mossul unter der Besatzung des sogenannten Islamischen Staates (IS). Die Rückeroberung der Stadt durch das irakische und kurdische Militär sowie internationale Koalitionsstreitkräfte wurde schon lange geplant. Die militärische Offensive startete in der Nacht vom 16./17. Oktober 2016.

In den Regionen um Mossul werden bis zu 1 Millionen Binnenvertriebene erwartet. Wie viele Menschen sich tatsächlich noch in der Stadt aufhalten, ist nicht genau bekannt. Sowohl in der autonomen Region Kurdistan als auch auf irakischem Gebiet um Mossul wurden zahlreiche Camps errichtet und mit Hilfsmaterialien ausgestattet. Um die erwarteten Vertriebenen bestmöglich zu versorgen, werden die Camps und Gebiete den Hilfsorganisationen zur Versorgung zugewiesen. Die Projektstandorte der Diakonie Katastrophenhilfe und ihrer lokalen Partnerorganisation REACH befinden sich in der Region um die Städte Erbil und Dohuk in der autonomen Region Kurdistan.

Nothilfe für Flüchtlinge

Am 1. November haben Mitarbeiter der Partnerorganisation REACH im Qayarra Jaddah Camp die ersten Nahrungsmittelpakete an 250 aus Mossul vertriebene Familien verteilt, weitere Verteilungen sind in Vorbereitung. „Zurzeit sind 1000 Familien in diesem Camp und es werden täglich mehr. Der Bedarf ist groß“, berichtet ein Mitarbeiter von REACH. Für insgesamt 4.690 vertriebene Familien (23.450 Personen) stehen Nahrungsmittel-Pakete sowie Küchen- und Übernachtungsutensilien bereit. Die Nahrungsmittelsicherung steht im Vordergrund. Jede Familie erhält neben Nahrungsmitteln, die für vier Wochen ausreichen, auch Utensilien, die sie zur Zubereitung von Mahlzeiten benötigen. Hierzu gehören ein Küchenset, ein Kocher, ein Wasserkanister, sechs Plastikbecher sowie vier Decken und vier Kissen. 

So hilft Ihre Spende

Die Nahrungsmittelsicherung steht im Vordergrund der Maßnahmen. So erhält jede Familie neben den Nahrungsmitteln auch die Utensilien, die sie zur Zubereitung von Mahlzeiten benötigt. Ein Nahrungsmittelpaket für eine sechsköpfige Familie enthält 10 kg Reis, 3 Liter Öl, 2 kg Bohnen, 2 kg Linsen, 2kg Kichererbsen, 2 kg Zucker, 1 kg Tee, 1 kg Tahini (Sesampaste) und 1 kg Salz. Ein Paket reicht aus, eine Familie bis zu vier Wochen lang zu ernähren. Zusätzlich erhält jede Familie ein Küchenset, einen Kocher, einen Wasserkanister, sechs Plastikbecher sowie vier Decken und vier Kissen.

  • Für 97 Euro können wir eine sechsköpfige Familie für die Zeit im Camp mit Kochutensilien, Decken, Kissen und Kanistern ausstatten.
  • Ein Nahrungsmittelpaket für eine Familie kostet 29 Euro. Es enthält 10 kg Reis, 3 Liter Öl, 2 kg Bohnen, 2 kg Linsen, 2 kg Kichererbsen, 2 kg Zucker, 1 kg Tee, 1 kg Tahini (Sesampaste) und 1 kg Salz. Damit kann sich eine sechsköpfige Familie bis zu vier Wochen lang ernähren.