Haiti

Ein Jahr nach dem Hurrikan
  • Um die landwirtschaftliche Produktion wieder aufzubauen wurden Saatgut und Werkzeuge an betroffene Familien verteilt. ©Paul Jeffrey/ACT
    Um die landwirtschaftliche Produktion wieder aufzubauen wurden Saatgut und Werkzeuge an betroffene Familien verteilt. ©Paul Jeffrey/ACT
  • Die Einsatzteams der Diakonie Katastrophenhilfe verteilen Schutz- und Hygienekits. ©Thomas Lohnes/DKH
    Die Einsatzteams der Diakonie Katastrophenhilfe verteilten umgehend nach der Katastrophe Schutz- und Hygienekits. ©Thomas Lohnes/DKH
  • Mit zur Verfügung gestellten Planen, Seilen und Decken können die teils schwer beschädigten Häuser notdürftig abgedichtet werden. ©Thomas Lohnes/DKH
    Mit zur Verfügung gestellten Planen, Seilen und Decken konnten die teils schwer beschädigten Häuser notdürftig abgedichtet werden. ©Thomas Lohnes/DKH
  • Hurrikan Matthew hat eine Schneise der Verwüstung durch den Instelstaat gezogen. ©Thomas Lohnes/DKH
    Hurrikan Matthew hatte eine Schneise der Verwüstung durch den Inselstaat gezogen. ©Thomas Lohnes/DKH
  • Besonders entlegene Regionen können auch Wochen nach dem Sturm nur per Helikopter mit Hilfsgütern versorgt werden. ©Thomas Lohnes/DKH
    Besonders entlegene Regionen konnten auch Wochen nach dem Sturm nur per Helikopter mit Hilfsgütern versorgt werden. ©Thomas Lohnes/DKH
  • Seit dem Hurrikan ist sauberes Trinkwasser Mangelware. Durch die Errichtung neuer Trinkstellen wird über unsere ACT Alliance Netzwerk geholfen.
    Sauberes Trinkwasser war Mangelware. Durch die Errichtung neuer Trinkstellen wird über unsere ACT Alliance Netzwerk geholfen. ©ACT/NCA
  • Zehntausende Häuser wurden zerstört. Als Schutz vor Sonne und Regen wird aus Überresten der zerstörten Häuser ein notdürftiger Schutz gebaut. ©Thomas Lohnes/DKH
    Zehntausende Häuser wurden zerstört. Als Schutz vor Sonne und Regen wurde aus Überresten der zerstörten Häuser ein notdürftiges Dach über dem Kopf gebaut. ©Thomas Lohnes/DKH
Ein Hurrikan der Kategorie 4 ist mit Windgeschwindigkeiten von über 225km/h am 4. Oktober 2016 auf den Südwesten Haitis getroffen. Seine langsame Zuggeschwindigkeit und extrem große Regenmengen haben zu schweren Überflutungen geführt. Ein Jahr nach dem Hurrikan ist die Diakonie noch vor Ort und hilft den Menschen beim Neuanfang.

„Matthew" traf am frühen Dienstag morgen in Haiti nahe des Ortes Les Anglais auf Land. Der Hurrikan brachte starken Regen, heftigen Wind und 8-10 Meter hohe Wellen mit sich. Das Ausmaß der Schäden ist zurzeit noch unklar. Aktuell wird von mehreren Toten, entwurzelten Bäumen, zerstörten Hausdächern und verwüsteten Feldern berichtet. Mehr als 500 Menschen sind durch den Hurrikan ums Leben gekommen.

Hygienemaßnahmen gegen Choleraausbruch

Nach der Katastrophe stieg auch die Zahl der Cholera-Erkrankungen rasant an. Um hier zu helfen, engagierte sich die Diakonie Katastrophenhilfe aktiv gegen die Krankheit und verteilte Hygieneartikel. Insgesamt konnten mehr als 1000 Familien mit Hygiene- und Schutzpaketen versorgt werden. Daneben wurden die Menschen darin geschult, wie sie die Risiken an Cholera zu erkranken, minimieren können. Dazu gehörten Themen wie persönliche Hygiene, der Gebrauch von Aquatabs sowie der Umgang mit Abwasser und Abfall. „Sauberes Trinkwasser und eine gute Hygiene sind der beste Schutz vor der tödlichen Cholera“, sagt Sylvie Savard, die das Projektbüro in Port-au-Prince leitet, das gemeinsam mit dem Lutherischen Weltbund (LWF) betrieben wird.

Hilfe beim Neuanfang

Nach der ersten Phase der akuten Nothilfe unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe die betroffene Bevökerung dabei sich wieder eine Existenz aufzubauen. Menschen die vor der Katastrophe in Notunterkünfte geflüchtet sind, weil sie alles verloren haben, kehren wieder in ihre Häuser zurück und beginnen mit Reperatur und Wiederaufbauarbeiten. Die Meisten haben durch den Hurrikan alles verloren und stehen mit leeren Händen da. Kein Saatgut, um ein Feld zu bestellen, kein Material, um ein Haus zu reparieren oder ein neues zu bauen, wenn das alte komplett zerstört wurde. Daher stehen jetzt Maßnahmen im Vordergrund, mit denen die Menschen wieder eine Lebensgrundlage erhalten. „Wir stimmen uns gerade mit unserem Partnernetzwerk ab und prüfen die Möglichkeiten vor Ort, beschädigte Häuser zu reparieren. Dabei geht es vor allem um das Beschaffen geeigneter Baumaterialien. Uns ist es wichtig, Häuser nicht nur notdürftig zu reparieren – sie sollen auch künftigen Katastrophen besser Stand halten. Deshalb prüfen wir die technischen Möglichkeiten und verfügbaren Materialien sehr genau, auch wenn das etwas mehr Zeit beansprucht", berichtet Savard.

Spendenbeispiele
  • Für 43 Euro können wir eine fünfköpfige Familie mit dringend notwendigen Hygieneartikeln versorgen.
  • 62 Euro kostet ein Schutzpaket für eine Familie, das aus Wolldecken und Planen besteht.
  • Mit 72 Euro können wir zehn Familien mit waschbaren Babywindeln versorgen.
Diese Seite wurde aktualisert am 05.10.2017