Diakonie: im Nordirak droht humanitärer Notstand

Donnerstag, 20. Oktober 2016
Hilfe für Binnenvertriebene aus Mosul ©IOCC/ACT
Hilfe für Binnenvertriebene aus Mosul ©IOCC/ACT

Hilfsmaßnahmen der Diakonie Katastrophenhilfe können sofort starten

Nach dem Start der militärischen Offensive zur Rückeroberung der nordirakischen Stadt Mossul befürchtet die Diakonie Katastrophenhilfe eine humanitäre Notlage. „Die Diakonie und ihre lokalen Partnerorganisation bereiten sich seit Monaten darauf vor, Humanitäre Hilfe für die Menschen zu leisten, die jetzt aus Mossul fliehen müssen“, berichtet Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe. „Die Nothilfe für die Flüchtenden Familien kann an zwei Standorten sofort starten“.

Schutz der Flüchtlinge

„Große Sorge bereitet unseren Partnern vor Ort aber der Schutz der Flüchtlinge“, betont Diakonie Direktor Chalupka. „Denn ob die Kriegsparteien in Mossul alle Anstrengungen unternehmen, die Zivilbevölkerung zu verschonen, zu versorgen oder einen Versorgungszugang zu ihnen zu ermöglichen, muss bezweifelt werden“, so Chalupka

„Deshalb sind die Diakonie und ihre Partner bereit für den Noteinsatz, um der drohenden humanitären Notlage in Mossul entgegen zu treten, und so gut wie möglich zu helfen“, so Chalupka.

Helfen Sie helfen

„Der erste Schritt im Noteinsatz ist es, die Menschen aus Mossul mit Essenspaketen und warmen Decken zu versorgen. Außerdem bekommen die Flüchtlinge von unserem lokalen Partner Küchenzubehör, um selbst Mahlzeiten zubereiten zu können“, berichtet Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie Katastrophenhilfe. „Um die Hilfe weiter ausbauen zu können, sind wir dringend auf Spenden angewiesen“, Lassmann.

Facts

Die Stadt Mossul ist seit Juni 2014 vom sogenannten Islamischen Staat besetzt. Seit Tagen sehen wir eine massive militärische Offensive zur Rückeroberung. Aus diesem Grund werden in der Region bis zu 1,5 Millionen Binnenvertriebene erwartet.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist seit vielen Jahren in der Region aktiv und betreibt mit ihrer Partnerorganisation beispielsweise Gemeindezentren in Sulaimaniyya. Dort werden sowohl intern Vertriebene als auch Flüchtlinge aus Syrien betreut und unterstützt.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ruft zu Spenden auf:
Spendenkennwort: Nothilfe Syrien/Irak
Erste Bank - IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333

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