Indonesien ++ Soforthilfe nach Erdbeben und Tsunami

  • Foto: Christoph Püschner/DKH
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  • Foto: YAKKUM, YEU
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  • Foto: Rainer Lang/DKH
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Auf der indonesischen Insel Sulawesi sind nach einem Tsunami rund 2.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Flutwellen haben zahlreiche Häuser weggerissen, binnen kürzester Zeit wurden Straßen überflutet.

Die Flutwellen waren am Freitag, den 28. September 2018, von einem Erdbeben der Stärke 7,4 auf der Richterskala ausgelöst worden. Das Erdbeben und der Tsunami haben vor allem in der Provinz Zentralsulawesi mit der Haupstadt Palu schwere Schäden angerichtet und 65.700 Häuser zerstört. Bisher wurden mehr als 2.100 Tote aus den Trümmern geborgen. Mehr als zehntausend Menschen sind schwer verletzt. Insgesamt sind allerdings mehr als 600.000 Menschen betroffen, 223.000 Menschen sind davon provisorisch in Notunterkünften untergebracht. Ab Dezember beginnt zudem die Monsunzeit, die Menschen werden sich dann auch vor starken Regenfällen schützen müssen.

Erst im Juli hatten mehrere Beben auf der Insel Lombok mehr als 500 Menschen getötet.

Die Diakonie Katastrophenhilfe hilft vor Ort

Die Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe, Yakkum Emergency Unit (YEU) war unmittelbar nach den Beben mit medizinischen Teams vor Ort. Gemeinsam mit dem kirchlichen Hilfsnetzwerk ACT Alliance wird YEU in den kommenden 24 Monaten den Menschen vor Ort helfen, die Auswirkungen der Katastrophe zu überwinden. Neben medizinischer Versorgung werden Wasserfilter und Dinge des täglichen Bedarfs, wie etwa Kochutensilien, verteilt. Auch Materialien zum Bau von Notunterkünften gehören zu den Hilfsmaßnahmen.

Auch die langjährige Partnerorganisation Society for Health, Education, Environment and Peace, kurz SHEEP, ist vor Ort. „Wir arbeiten schon seit Jahren sehr erfolgreich mit SHEEP zusammen. Dadurch können wir jetzt, nur drei Wochen nach der Katastrophe, ein großes Hilfsprogramm starten“, berichtet Caroline Hüglin, Projektverantwortliche für Indonesien der Diakonie Katastrophenhilfe. In den Wochen nach der Katastrophe waren Teams von SHEEP in den betroffenen Dörfern auf Sulawesi unterwegs und haben den konkreten Hilfsbedarf eruiert. Jetzt wurde ein umfassendes Hilfsprogramm gestartet, das Nothilfe, Wiederaufbau und Rehabilitierungsmaßnahmen beinhaltet.

Von Oktober bis Dezember 2018 werden unmittelbare Nothilfemaßnahmen umgesetzt. 5000 Menschen profitieren von medizinischer Versorgung, weitere 1500 Familien werden mit Wasserfiltern ausgestattet. In 20 Dörfern werden je zwei Wassertanks aufgebaut und die zugehörigen Wasserleitungen verlegt. „Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist jetzt besonders wichtig“, weiß Hüglin. „Die bestehende Infrastruktur wurde zerstört, so dass die Gefahr der Ausbreitung von Krankheiten besteht“. Auch Planen, Decken und Schlafmatten werden an die Begünstigten verteilt, damit sie sich notdürftig vor der Witterung schützen können. Zudem gehören Kochutensilien zu den Hilfsgütern, damit sich die Familien wieder Nahrung zubereiten können.  

Im Anschluss an die Nothilfephase wird in 2019 ein Rehabilitationsprogramm folgen. Die Betroffenen von Erdbeben und Tsunami sollen ihre Lebensgrundlagen wieder herstellen und vor künftigen Katastrophen besser geschützt sein. Außerdem wird SHEEP im Rahmen des Programms auch den nachhaltigen Wiederaufbau der Lebensgrundlagen auf der Insel Lombok unterstützen, wo durch die Erdbeben im Juli und August ebenfalls Hunderttausende Hilfe brauchen.
 

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